"Grimm" im HORIZONT-Check: Vox zeigt schaurige Krimi-Märchen für Erwachsene

Montag, 18. Februar 2013
Vox zeigt die Mystery-Crime-Serie "Grimm" ab dem 18. Februar
Vox zeigt die Mystery-Crime-Serie "Grimm" ab dem 18. Februar


Die US-Unterhaltungsindustrie hat die Märchen der Gebrüder Grimm neu für sich entdeckt. Neben mehr oder weniger gelungenen Neu-Verfilmungen wie "Hänsel und Gretel: Hexenjäger" und "Snow White and the Huntsmen" lieferten die gruseligen Erzählungen auch den Stoff für eine neue TV-Serie: "Grimm" mixt geschickt Motive aus den alten deutschen Märchen mit den Elementen einer klassischen Krimiserie. Das Resultat kann durchaus überzeugen - auch wenn es mit den Originalen nur noch am Rande etwas zu tun hat. Vox zeigt die Serie ab dem heutigen Montag. Detective Nick Burkhardt wird scheinbar von Halluzinationen geplagt: Immer wieder verwandeln sich vor seinen Augen Menschen kurzzeitig in Geschöpfe mit furchterregenden Fratzen. Da geschieht auch noch ein rätselhafter Mord: In einem Wald wird ein junges Mädchen mit einer roten Joggingjacke tot aufgefunden. Die DNA-Spuren des Angreifers können nicht eindeutig zugeordnet werden. Kurz darauf taucht Burkhardts todkranke Tante auf und eröffnet dem Polizisten, dass er ein Nachfahre der Gebrüder Grimm ist und die Fähigkeit besitzt, mysteriöse Kreaturen zu sehen, die unerkannt unter den Menschen leben.

Burkhardt nutzt seine Gabe fortan, um bösartige Kreaturen davon abzuhalten, Verbrechen zu begehen. Doch weder sein Kollege noch seine Verlobte dürfen etwas von seiner Gabe erfahren. Nur seine Tante und der abstinente Wolfsmensch Monroe, der sein böses Wesen durch Pilates und eine vegetarische Diät im Zaum hält, wissen von seinen Fähigkeiten.

"Grimm" interpretiert Märchen wie "Rotkäppchen", "Hänsel und Gretel" oder "Rapunzel" als moderne Kriminalfälle und vermischt dabei durchaus geschickt bekannte Märchen-Motive mit Krimi-Elementen. Mit der Bildgewalt der aktuellen Märchen-Verfilmungen wie "Hänsel und Gretel: Hexenjäger" kann die NBC-Serie natürlich nicht ganz mithalten - die wohl dosierten Special Effects von Oscar-Preisträger Barney Burman können aber überzeugen und sorgen für den einen oder anderen Gänsehaut-Moment. Beim deutschen Publikum dürfte außerdem die augenzwinkernde Ausstattung für den einen oder anderen Schmunzler sorgen: Wolfsmensch Monroe beispielsweise fährt einen alten VW Käfer und hat eine Schwarzwälder Kuckucksuhr an der Wand hängen, ein anderer Wolf in Menschengestalt sammelt in seiner Waldhütte kleine Märchenfiguren.

In den USA bescherte "Grimm" dem Network NBC den besten Serienstart in der Saison 2011/12, auch wenn die Zuschauerzahlen im Verlauf der ersten Staffel leicht rückläufig waren. Die Ausstrahlung der zweiten Staffel wurde bis Anfang März unterbrochen. Ob eine dritte Staffel in Auftrag gegeben wird, ist noch unklar. Mit derzeit 34 produzierten Folgen hat Vox allerdings für einige Monate Planungssicherheit. Zum Start zeigt Vox am Montag, 18. Februar ab 20.15 Uhr eine Doppelfolge, danach läuft "Grimm" immer montags um 21.15 Uhr. dh
Meist gelesen
stats