Gratis-Zeitung "Freesports" will nach Testphase expandieren

Montag, 05. Februar 2001

Die kostenlose Sportzeitung "Freesports", die seit April 2000 monatlich im Großraum München erscheint, soll jetzt auch in anderen Städten eingeführt werden. Die bayerische Landeshauptstadt war Testmarkt für das Heft aus dem Hause KPS Magazin Verlags GmbH in Bremen. Im vergangenen Sommer lag die verbreitete Auflage von "Freesports" bereits bei 50.000 Exemplaren. Im Winter sind es 30.000 Stück.

Nach Verlagsangaben habe sich das Blatt damit so weit etabliert, dass es nun auch in anderen Großstädten veröffentlicht werden kann. Zunächst steht Berlin auf dem Plan. Doch auch Hamburg und Köln sind bereits im Gespräch. Nach Geschäftsführer Onno Wülfers soll die Zeitung als Projekt zunächst nur drei Jahre lang erscheinen. Spätestens in zwei Jahren erwartet er schwarze Zahlen. Mit einem Anzeigenvolumen von etwa einem Viertel bis einem Drittel des Heftes, das ingesamt 32 Seiten umfasst, sollte dies nach Meinung von Wülfers zu schaffen sein.

Die Idee zu "Freesports" stammt aus den USA, wo es solche Zeitungen bereits seit 15 Jahren gibt. Hierzulande soll damit eine Marktlücke geschlossen werden. Das Magazin richtet sich in erster Linie an aktive Sportler zwischen 20 und 40 Jahren. Inhaltlich bietet es vor allem einen umfassenden Sportevent-Kalender, der auch regionale Sportereignisse vorstellt, sowie Trainingstipps und Interviews mit Sportlern. Als kostenlose Zeitung liegt "Freesports" vor allem in Fitness-Studios und Sportgeschäften, aber auch in Vereinshäusern, Szene-Lokalen und städtischen Bädern aus.

Auch ein Internetauftritt ist geplant. Während in der Printredaktion 15 Redakteure für die neuesten Informationen aus den Bereichen Sport und Fitness sorgen, sollen ab Herbst fünf bis sechs Mitarbeiter für die Präsenz im Netz sorgen. Werbeaktionen fährt "Freesport" derzeit nur während diverser Sportevents, in Form von Aufschriften auf Bannern oder Informationsständen. Insgesamt werden dafür nach Aussagen von Wülfers jährlich 80.000 bis 100.000 Mark ausgegeben.
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