Google will Pseudonyme bei Google+ erlauben

Donnerstag, 20. Oktober 2011
In den Kreisen bei Google+ finden sich demnächst vielleicht auch Rocky Balboa und James Bond
In den Kreisen bei Google+ finden sich demnächst vielleicht auch Rocky Balboa und James Bond

Google schickt sich an, eines der meistkritisierten Probleme bei seinem Netzwerk Google+ zu beheben: In Kürze seien dort Pseudonyme erlaubt, zitiert der Branchendienst "All Things Digital" Google-Manager Vic Gundotra. Gundotra, verantwortlich für Google+, gab allerdings zu, dass die Beseitigung des Klarnamenzwangs keine einfache Sache sei. Es sei kompliziert, hierbei einen richtigen Weg zu finden, so Gundotra. Google wolle vermeiden, dass Pseudonyme und Nicknames die Atmosphäre bei Google + allzu stark veränderten.

Gegen den Klarnamenzwang bei Googles Konkurrenzprodukt zu Facebook hatte sich weltweit Protest geregt. In Deutschland hatten sich mehrere Blogger, Internetaktivisten und Politiker in einem offenen Brief an Googles mittlerweile beförderten Europa-Chef Philipp Schindler gegen ein Verbot von Pseudonymen ausgesprochen.

In diesem Punkt werden sich Facebook - wo kein Klarnamenzwang herrscht - und Google+ demnächst also angleichen. Auf anderen Gebieten wird Google eine andere Philosophie verfolgen, wie Gundotra unterstreicht: "Wir glauben nicht daran, dass man alles teilen muss", so der Google-Mann. Stattdessen lege Google Wert darauf, dass die User ihre Inhalte auswählten und sortierten ("kuratieren"). Gundotra: "Philosophisch gesprochen: Es gibt einen Grund, dass man nicht jeden Gedanken, den man im Kopf hat, auch ausspricht." ire
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