Google unter Verdacht: Suchmaschinenergebnisse verändert?

Montag, 06. September 2010
Google vermutet Microsoft hinter den Vorwürfen
Google vermutet Microsoft hinter den Vorwürfen

Die Generalstaatsanwaltschaft Texas überprüft derzeit, ob Google Konkurrenten benachteiligt hat, indem diese vom Suchmaschinenbetreiber schlechter gerankt wurden. Es gibt Beschwerden einiger Unternehmen, sie seien auf den Ergebnislisten zu weit unten aufgeführt worden. Dies gab Googles Hausjurist Don Harrison im unternehmenseigenen Blog bekannt und wies zugleich sämtliche Vorwürfe zurück: Die Platzierung der Webseiten richte sich allein nach der Relevanz. Beschwerdeführer sind Unternehmen wie Foundem, Source Tool/Trade Comet und Mytriggers. Da zwei dieser Unternehmen von Anwälten vertreten werden, die auch mit Microsoft zusammenarbeiten, vermutet Google den Konkurrenten hinter den Vorwürfen. In dem Blogeintrag heißt es, dass Foundem von Microsoft mitfinanziert werde und nun behaupte, ihre Seite werde von Googles Algorithmen heruntergestuft, da sie ein direkter Konkurrent des Suchmaschinenbetreibers seien. Diesen Vorwurf weist Google von sich: "Unser Fokus liegt auf den Nutzern, nicht den Webseiten. Da nicht jede Webseite auf dem ersten Platz der Ergebnisliste stehen oder auch nur auf der ersten Seite der Suchergebnisse auftauchen kann, verwundert es nicht, dass einige weniger relevante, qualitativ schlechtere Webseiten nicht zufrieden mit ihrer Platzierung sind", so Harrison.

Auch bei der EU-Kommission liegen ähnliche Beschwerden vor, die derzeit untersucht werden. In den USA hat Google unter den Suchmaschinen den größten Marktanteil von 62,9 Prozent im März 2010. In Deutschland lag der Marktanteil im Juni 2009 bei knapp 80 Prozent, weltweit sogar bei 81,2 Prozent. sw
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