Google lehnt Vorstoß zum Datenschutz ab

Freitag, 12. Dezember 2008
Google will Daten länger als sechs Monate speichern
Google will Daten länger als sechs Monate speichern

Google macht seinem Image als Datenkrake erneut alle Ehre. Der Suchmaschinenkonzern verweigert sich einem Vorstoß des Konkurrenten Microsoft, die Daten von Nutzern nur noch sechs Monate zu speichern. "Wir speichern diese Daten neun Monate lang. Das hilft unseren Ingenieuren, Trends im Lauf der Zeit zu sehen und ein gefühl für die Nutzer zu bekommen", zitiert das "Handelsblatt" Google-Managerin Marissa Mayer. Sie ist als Vice President verantwortlich für das Suchmaschinengeschäft und gilt als Nummer 2 hinter Vorstandschef Eric Schmit.

Die Speicherung von Nutzerdaten für maximal sechs Monate entspricht einem Vorschlag der "Article 29 Working Party", einem Expertengremium, das auch die Europäische Union in Datenschutzfragen berät. Microsoft hatte im Streit um die Speicherung von Daten der EU diese Woche Gesprächsbereitschaft signalisiert, zugleich aber betont, dass für alle Anbieter die gleichen Regeln gelten müssten: "Wir glauben, dass alle Suchunternehmen die gleichen Standards annehmen müssen, damit die Privatsphäre der Bevölkerung wirklich geschützt werden kann", schrieb John Vasallo, Vizepräsident für Europa-Angelegenheiten in einem Brief an die EU-Kommission. dh
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