Google greift Microsoft mit eigenem Browser an

Dienstag, 02. September 2008
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Google Browser Internetriese Microsoft Mozilla Firefox


Google wagt sich auf neues Terrain vor. Unter dem Namen Chrome startet der Internetriese einen eigenen Browser. In über 100 Ländern wird die Beta-Version im Laufe des Tages zum Download bereitgestellt - vorerst allerdings nur für Windows. Dieser Vorstoß kommt nicht ganz überraschend, gab es doch in der Vergangenheit immer wieder Spekulationen über ein derartiges Projekt.

Das Konzept von Chrome stellt Google online in einem 38-seitigen Comic vor. Demnach kombiniert der Browser unter anderem Komponenten von Apples Produkt Webkit und Modzillas Firefox mit eigenen Features. Um Spielraum für Innovationen zu schaffen, ist Chrome ein Open-Source-Browser, das heißt der Quellcode ist offen und kann von Programmieren weiterentwickelt werden. "Wir hoffen, mit der ganzen Internetcommunity zusammenzuarbeiten, um die Entwicklung des Web voranzutreiben", heißt es in einer Unternehmensmitteilung.

Zudem soll Chrome mehr Stabilität beim Surfen bieten. Indem die Tabs getrennt voneinander laufen, legt der Absturz eines einzelnen nicht gleich alle lahm. Optisch soll das Angebot einfach und aufgeräumt daherkommen und orientiert sich damit an anderen Google-Produkten.

Mit dem Projekt greift Google den Softwaregiganten Microsoft frontal an. Laut Marktforschern liegt der Marktanteil des Explorers derzeit bei rund 75 Prozent. Microsoft darf aber auch darauf hoffen, dass sich die Konkurrenten gegenseitig das Wasser abgraben. Experten erwarten, dass Chrome zulasten von Mozilla Firefox geht, den Google bisher unterstützt hat. bn

Mehr zu dem Thema auf off-the-record.de.
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