Google einigt sich mit belgischen Zeitungsverlagen

Donnerstag, 13. Dezember 2012
In Belgien hat sich Google mit den Verlegern gütlich geeinigt
In Belgien hat sich Google mit den Verlegern gütlich geeinigt

Google hat sich mit den belgischen Verlagen geeinigt. Nach einem sechs Jahre andauerndem  Urheberrechtsstreit über die Nutzung von Textausschnitten und Vorschaubildern auf Angeboten wie Google News wollen die Zeitungen, die im Verband Copiepresse zusammengeschlossen sind, und der Internetkonzern künftig stärker zusammenarbeiten. Von dem Ende der Auseinandersetzung profitieren beide Parteien. So hat sich Google verpflichtet, in den Zeitungen der Copiepresse Anzeigen zu schalten, während die Verleger Online-Werbedienste wie Adwords nutzen, um neue Leser anzusprechen. Außerdem will der Suchmaschinengigant die Verlage unterstützen, zusätzliche Vertriebserlöse durch Abomodelle und die Etablierung von Bezahlschranken zu erzielen. Dienste wie das Videokonferenz-Tool Hangout oder über Youtube könnten die Zeitungen zusätzlich den Austausch mit den Lesern intensivieren.

"Die Vereinbarung beendet alle Rechtsstreitigkeiten", betont Thierry Geerts, Country Manager Google Belgien - und die waren nicht gerade belanglos. Die belgischen Verleger hatten im Jahr 2006 erfolgreich wegen Urheberrechtsverletzungen durch Google News geklagt. 2011 scheiterte Google im Berufungsverfahren erneut. Die Folge: Alle Links auf die Verlagswebsites flogen zeitweise aus dem Index. Erst nachdem die Zeitungen der Copiepresse zusicherten, nicht erneut zu klagen, ermöglichte der Konzern die Rückkehr der Medien.

Laut Geerts bezahlt Google die Verlage nicht dafür, ihre Inhalte nutzen zu dürfen. Zum Vergleich: In Deutschland fordern die Verlegerverbände BDZV und VDZ Geld, wenn Online-Artikel und andere Beiträge vor allem von Suchmaschinen kommerziell genutzt werden. kl
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