Google-Verwaltungsrats-Chef Schmidt: "Irgendwer hat immer eine Kopie"

Freitag, 31. Mai 2013
Google-Manager Eric Schmidt
Google-Manager Eric Schmidt

Eric Schmidt, Verwaltungsrats-Chef von Google, glaubt, dass Eltern ihre Kinder vor dem Internet schützen müssen. Die Ratschläge, die er im Interview mit "Bild" gibt, treffen aber ebenso auf Erwachsene zu: "Was veröffentlicht wurde, kann nicht mehr gelöscht werden. Und irgendwer hat immer eine Kopie", sagt er. Eltern sollten deshalb immer wissen, was ihre Kinder im Netz machen und "sich deren Passwort geben lassen - bis sie 18 sind", rät Schmidt. Unterm Strich überwiegen für ihn - wenig überraschend - jedoch die Vorteile des Internets. "Die Erfindung des Internets ist so wichtig, wie die von Strom oder der Zugang zu sauberen Wasser", sagt er.

Der Internetkonzern treibt die technologische Entwicklung mit hohem Tempo voran. Derzeit ist die Google-Brille Google Glass in aller Munde, die Informationen direkt in die Brillengläser projiziert. Als "nächstes großes Ding" macht Schmidt jedoch die künstliche Intelligenz aus. Anstatt etwas bei Google zu suchen, weiß die Suchmaschine eines Tages bereits vorher, was den Suchenden interessieren könnte.

Der 58-Jährige selbst, der zusammen mit Jared Cohen das Buch "Die Vernetzung der Welt - Ein Blick ins unsere Zukunft" verfasst hat, ist so gut wie nie offline. Nur beim Schlafen und Essen, läßt er die Leser wissen. "Ich glaube an den Aus-Knopf", sagt er. pap
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