Google: Konzerngründer Larry Page beerbt Eric Schmidt als CEO

Freitag, 21. Januar 2011
Larry Page übernimmt wieder das Ruder
Larry Page übernimmt wieder das Ruder

Überraschender Führungswechsel bei Google: Konzerngründer Larry Page löst Eric Schmidt Anfang April 2011 als Chief Executive Officer ab. Wie der Internetkonzern mitteilt, wird Schmidt auf den Posten des Chairman wechseln und damit Chef des Verwaltungsrats. Ziel des Umbaus ist laut Unternehmensangaben eine Straffung der Entscheidungsprozesse und eine klarere Aufteilung der Verantwortlichkeiten. Während der bisherige Produktchef Larry Page als CEO wieder die Verantwortung für das Tagesgeschäft übernimmt, soll sich Eric Schmidt in seiner Funktion als Executive Chairman künftig unter anderem um Übernahmen, Kooperationen und die Geschäftsbeziehungen zu Regierungen und anderen Organisationen kümmern. Intern soll Schmidt als Berater für Page und Sergey Brin - den zweiten Google-Gründer - auftreten. Brin, aktuell noch President of Technology, wird sich künftig in der Chefetage auf strategische Projekte und neue Produkte fokussieren.

Eric Schmidt rückt ins zweite Glied
Eric Schmidt rückt ins zweite Glied
"Wir haben darüber gesprochen, wie wir am besten unsere Management-Struktur vereinfachen und die Entscheidungswege verkürzen können", erklärt Schmidt die Veränderungen. Mit der neuen Aufteilung schaffe Google klarere Verantwortlichkeiten an der Unternehmensspitze, so Schmidt weiter.

Larry Page wird im April 2011 zum zweiten Mal CEO bei Google. Der Manager hatte bereits nach der Unternehmensgründung im September 1998 den Posten inne. Unter seiner Leitung wuchs das Unternehmen auf über 200 Mitarbeiter und erreichte die Rentabilitätszone. Als Schmidt 2001 als Chairman und Chief Executive Officer bei Google anheuerte, übernahm er im April die Position des President of Products.

Mit den Personalien veröffentlichte Google auch seine Bilanz fürs 4. Quartal 2010. Danach ist der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um gut ein Viertel auf 8,4 Milliarden Dollar gestiegen. Der Nettoumsatz - also ohne die Gebühren, die Google an Partner zahlt - war mit 6,37 Milliarden Dollar höher als erwartet. Das gilt auch für den Gewinn, der um 29 Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar kletterte. mas
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