Gläubiger der "Frankfurter Rundschau" stimmen Verkauf zu

Mittwoch, 27. März 2013
Die Tage der "FR" am Frankfurter Südbahnhof sind bald gezählt
Die Tage der "FR" am Frankfurter Südbahnhof sind bald gezählt


Die Übernahme der "Frankfurter Rundschau" durch die "FAZ" hat die letzte Hürde genommen. Am Dienstag stimmte auch die Gläubigerversammlung dem Verkauf der Zeitung an die Frankfurter Societät und den FAZ-Verlag zu. Dass die Genehmigung durch die Gläubiger der insolventen Tageszeitung nur noch Formsache war, zeigte auch die geringe Zahl der Teilnehmer an der Versammlung: Von rund 1200 eingeladenen Gläubigern, darunter auch Zulieferer und Leasingfirmen, waren lediglich 20 eigens nach Frankfurt gekommen. "Das zeigt uns, dass die Informationspolitik gut funktioniert hat und es nur wenige ausstehende Fragen gibt", sagte der Insolvenzverwalter Frank Schmitt gegenüber der dpa. Der Rechtsanwalt wurde von den Gläubigern im Amt bestätigt und bleibt damit weiter für die Abwicklung des verbleibenden Besitzes der "FR" zuständig.

Das linksliberale Traditionsblatt war Ende Februar an die Frankfurter Societät und den FAZ-Verlag verkauft worden. Die Frankfurter Societät, zu der auch die "Frankfurter Neue Presse" gehört, hält 55 Prozent der Anteile und zeichnet für den operativen Betrieb verantwortlich. Der "FAZ" gehören 35 Prozent. Mit einem 10-prozentigen-Anteil soll die Karl-Gerold-Stiftung, eine der ursprünglichen Eigentümerinnen der "FR", die unabhängige, linksliberale Ausrichtung des Blattes garantieren. Die Zeitung wird unter dem Dach der neu gegründeten Frankfurter Rundschau GmbH weitergeführt. Von den insgesamt 450 Mitarbeitern wurden lediglich 28 übernommen. dh
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