Gfk-Studie empfiehlt Mittelständlern Zurückhaltung bei E-Commerce

Donnerstag, 15. Juli 1999

Vor allem mittelständische Unternehmen sollten mit ihrem Einstieg in den elektronischen Handel noch ein wenig abwarten. Das empfiehlt die GfK Marktforschung, Nürnberg, in ihrer Studie "Wieviel online braucht der Kunde?". Eine Homepage sei dagegen jedem Unternehmen zu empfehlen, so Caroline Abou Hamdan, die die GfK-Studie mitbetreut hat. Online-Shops sollten sehr gut überlegt sein, so Abou Hamdan weiter: "Das funktioniert im Moment nur bei gewissen Produkten und Branchen." Während im Bereich Business-to-business weltweit schon hohe Umsätze zu verzeichnen seien, "dümpelten" viele Anbieter im Bereich Business-to-Comsumer vor sich hin. In Europa erwarteten die Unternehmen in Europa untereinander 1999 sieben Milliarden US-Dollar Internet-Umsatz, im Geschäft mit dem privaten Verbraucher nur 04, Milliarden US-Dollar. Laut GfK-Online-Monitor haben bislang nur drei Prozent der Deutschen schon ein Produkt online bestellt oder gekauft. Als Ursache für die Zurückhaltung der Verbraucher beim elektronischen Handel nennt die Studie folgende Gründe: das Gefühl der Unsicherheit beim Zahlungsverkehr, nach wie vor zu hohe Telefon- und Internetkosten, das fehlende Einkaufserlebnis beim virtuellen Einkauf, die fehlende soziale Komponente beim Online-Einkauf und schließlich die oft schleppende Lieferung nicht digitaliserbarer Produkte.
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