Gespräche zwischen Ringier und Springer sind beendet

Donnerstag, 14. November 2002

Die Verhandlungen zwischen dem Schweizer Verlagshaus Ringier und dem Axel-Springer-Verlag über ein Zusammengehen der beiden Unternehmen werden nicht mehr weitergeführt. In den Gesprächen wurde über eine Überkreuzbeteiligung verhandelt, bei der Springer den Schweizer Verlag zunächst komplett übernehmen sollte. Ringier sollte dann mit den Erlösen Springer-Anteile übernehmen, die von Leo Kirch an die Deutsche Bank übertragen worden sind.

Laut Verleger Michael Ringier hätte diese Lösung allerdings die Aufgabe der Unabhängigkeit seines Unternehmens bedeutet. Dies sei letztlich "ausschlaggebend für das Beenden der stets freundschaftlich verlaufenen Verhandlungen" gewesen. Zudem konnte man sich wohl nicht über die Bewertung des Schweizer Verlagshauses einigen. Springer soll sich geweigert haben, die erwarteten 800 Millionen Euro zu bezahlen.
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