Gesichtserkennung Find my Face startet auf Google+

Freitag, 09. Dezember 2011
Google+ erkennt künftig Gesichter - ohne Zustimmung des Nutzers läuft jedoch nichts
Google+ erkennt künftig Gesichter - ohne Zustimmung des Nutzers läuft jedoch nichts

Wegweisend: Kein Entwickler, kein Programmierer, sondern ein Datenschutzbeauftragter stellte gestern Googles neue Gesichtserkennungsoftware Find my Face in Deutschland vor. Das Feature soll die Markierung von Personen in dem sozialen Netzwerk Google+ erleichtern. Um eventuelle Probleme mit dem Datenschutz von vornherein auszuräumen, verfährt Google bei der Neuerung nach dem Prinzip "Alle Macht dem Nutzer". "Wir haben immer wieder betont, dass wir diese Technik für unsere Produkte ausschließlich dann einsetzen werden, wenn wir zugleich auch einen starken Schutz der Privatsphäre gewährleisten können", betont Googles globaler Datenschutzbeauftragte Peter Fleischer auf Googles Produkt-Blog. Und so funktioniert's: Jedes Mitglied von Google+ werde zunächst gefragt, ob es Find my Face überhaupt verwenden wolle. Diese Möglichkeit zur Wahl kommt nicht von ungefähr: Konkurrent Facebook installierte eine ähnliche Gesichtserkennung, allerdings ohne die User zuvor zu fragen. Das sorgte für Unmut bei den Mitgliedern und bei Datenschützern gleichermaßen.

Ein Gesichtsabgleich bei Google+ finde ohne Zustimmung des Nutzers nicht statt, versichert Fleischer. Habe sich der User für die Verwendung von Find my Face entschieden, scannt die Software bereits hochgeladene Fotos und erstellt anhand dessen ein Gesichtsprofil. Lädt nun ein Freund ein Foto hoch, in dem Find my Face den User zu erkennen glaubt, macht die Software einen Markierungsvorschlag. "Wie bei jedem anderen Foto auf Google+ erhaltet ihr eine Benachrichtigung, wenn euch jemand taggt und ihr könnt entscheiden, ob ihr den Tag entfernen wollt", so Fleischer.

Entscheidet sich der Nutzer dazu, Find my Face wieder zu deaktivieren, werde auch das erstellte Gesichtsprofil wieder gelöscht. Auch hier möchte der Internetgigant besser performen als die Konkurrenz von Facebook: Dort war die Abschaltung der Gesichtserkennung nur schwer zu bewerkstelligen. ire
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