Gesellschafter lehnen Aufnahme von Radio 21 in die FKN ab

Donnerstag, 13. September 2001

Der niedersächische Rock-Sender Radio 21 wird nicht in den Vermarktungszusammenschluss FKN (Funkkombi Nord) aufgenommen. Zu Beginn der Woche sprachen sich die Gesellschafter, die zugleich an den Privatradios Antenne Niedersachsen und FFN beteiligt sind, gegen eine Aufnahme aus. HORIZONT-Informationen zufolge befürchten die Gesellschafter, dass der im Mai 2000 gestartete Hörfunksender ihren großen Privatradios Hörer wegnimmt.

Statt wie prognostiziert mit 40.000 ging der Kleinsender mit 72.000 Hörern aus der aktuellen Radio-MA unerwartet als Senkrechtstarter hervor. Ausschließlich unter der Bedingung, dass Radio 21 sein Programm umformatiere, hätte man einer FKN-Aufnahme zustimmen wollen, heißt es im Protokoll der Gesellschafterversammlung. Die FKN-Beteiligung, so rechnet man im Gesellschafterkreis, hätte dem Sender ein Umsatzvolumen von 3,5 Millionen Mark beschert.

Noch steht nicht fest, ob sich der Sender künftig möglicherweise von der ARD-Werbung vermarkten lässt. Mit geschätzten 1,5 Millionen fiele das Umsatzvolumen für den Sender dabei jedoch deutlich geringer aus.

Seitens der größten Gesellschafterin, Niedersachsenradio 21 mit Köster Medien, hält man ein solches Blokadeverhalten für "gesellschaftsschädigend". Man wolle sich auf offiziellem Wege an die Landesmedienanstalt wenden, um das Verhalten der Kollegen von FFN und Antenne bewerten zu lassen. Zudem halte man sich den Rechtsweg offen, um gegen die Entscheidung anzugehen. Höchstwahrscheinlich wird sich der Sender nun weiterhin von der ARD-Werbung vermarkten lassen. Mit geschätzten 1,5 Millionen Mark fällt das Umsatzvolumen für den Sender dabei jedoch deutlich geringer aus.
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