Gesamtumsatz der Kinos bewegt sich weiterhin im Rückwärtsgang

Montag, 08. Dezember 2008

Der Gesamtumsatz der Kinobetreiber ist von 987,2 Millionen Euro im Jahr 2001 auf 757,9 Millionen Euro im Jahr 2007 gesunken. Lediglich große Kinos, mit sieben oder acht Leinwänden, konnten ihre Besucherzahlen und die Umsätze steigern. Kleine Kinos, mit einem einzelnen Kinosaal, erreichten 2007 im Vergleich zu 1999 nur noch knapp die Hälfte der Besucher und nur 51 Prozent des Umsatzes. Das ist eines der Ergebnisse der Studie „Struktur der Kinosäle 1999 bis 2007", die die Berliner Filmförderungsanstalt (FFA) herausgebracht hat. Alle zwei Jahre gibt die Studie eine Übersicht über den Kinomarkt in Deutschland, basierend auf FFA-Dateien und individuellen Befragungen der Kinobetreiber.

Zum ersten Mal wurde auch die Digitalisierung abgefragt. Dem zu Folge hat sich der digitale Kinobestand innerhalb von zwei Jahren verdoppelt. Ende 2007 verfügten 258 Kinosäle in 102 Spielstätten über digitale Projektionstechnik. Ebenfalls haben sich 62 Prozent der Kinobetreiber mit dem Thema Digitalisierung auseinander gesetzt.

Nach Angaben der FFA bleibt das Kino ein bezahlbares Vergnügen. Der durchschnittliche Eintrittspreis hat sich seit 1999 im gesamten Betrachtungsraum um 60 Cent erhöht. Laut der Studie hat sich das Kino als wichtiges Werbemittel etabliert. 2007 verfügten neun von zehn Kinos über einen eigene Internetpräsenz, die unter anderem die Möglichkeit bieten, Kinokarten zu reservieren oder zu kaufen. Im Durchschnitt liefen in den deutschen Kinos im vergangenen Jahr rund 3,4 Vorstellungen pro Tag. HOR
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