Gerüchte um Neuordnung der ISPR

Dienstag, 17. Februar 1998

Kaum hat Kirch-Anwalt Joachim Theye die Gesellschafter-Vertretung der ISPR an den Kirch-Geschäftsführer Dieter Hahn abgetreten, wollen die Gerüchte um eine Neuordnung des Sportrechtevermarkters nicht abbrechen. „Die ISPR verfügt über einen hervorrragenden Rechtebestand, den die Gesellschafter auch dort weiter pflegen wollen, wo er jetzt ist“, zeigt sich Dieter Hahn – ebenso wie der zweite 50-Prozent-Gesellschafter Springer– von den Gerüchten überrascht. Die Spekulationen haben mehrere Ursachen: Nach dem Weggang des Geschäftsführers Michael Furler, geht Ende März nun auch die Geschäftsleiterin TV-Geschäft, Dagmar Brandenstein. Die Gerüchte, daß auch Peter Olsson, Geschäftsleitung Marketing geht, verdichten sich. Die Gründe hierfür sind unterschiedlich, gehen aber in die gleiche Richtung: Auch wenn von einer offiziellen Neuordnung bei der ISPR nicht gesprochen wird, kann davon ausgegangen werden, daß über Hahns Verbindung zu Prisma Sport + Media, Taurus und nun auch ISPR, dasbislang unabhängige Unternehmen ISPR, der Konzernpolitik untergeordnet wird. Darüber hinaus gibt es trotz Hahns Dementi wohl Überlegungen, das Recht der ISPR, Sonderwerbeformen rund um Sport zu vermarkten, an Sat 1 zurückzugeben. Dazu gehörte dann wohl auch das Sponsorenkonzept Brands, das unterOlsson entwickelt wurde.
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