Germany's Gold offiziell gegründet / Jochen Kröhne wird Geschäftsführer

Mittwoch, 25. April 2012
Jochen Kröhne wird Chef von Germany's Gold
Jochen Kröhne wird Chef von Germany's Gold

Insgesamt 17 Gesellschafter haben offiziell Germany's Gold, das Betreiberunternehmen des geplanten Videoportals, in Berlin gegründet. Die Videoplattform wird aber frühestens Ende des Jahres starten. Als Geschäftsführer haben die Gesellschafter Antoine Schmidt-Roy von Studio Hamburg und den früheren Tele-5-Chef Jochen Kröhne berufen. Die 17 Gesellschafter von Germany's Gold sind: Autentic, Bavaria Fernsehproduktion, Beta Film, Brainpool Artist & Content Services, MME Moviement, Neue Deutsche Filmgesellschaft, Opal Filmproduktion, Schmidtz Katze Filmkollektiv, Studio Hamburg Produktion Gruppe, SWR Media Services, Telepool, TV 60 Filmproduktion, TV Plus, WDR Mediagroup, ZDF Enterprises, Ziegler Film und Ziegler Film Köln. Auffällig: Unter den Gesellschaftern ist bislang kein privater TV-Sender.

Die geplante Video-on-Demand-Plattform - der Name steht noch nicht fest - könnte nun frühestens Ende des Jahres an den Start gehen. Das Portal soll die Inhalte aller beteiligten Partner beinhalten und "alle hierfür geeigneten Verbreitungstechniken" nutzen - neben dem Internet insbesondere Satellit, Kabel und terrestrische Sender.

Geführt wird Germany's Gold von einer Doppelspitze: Antoine Schmidt-Roy, Leiter Online Media und Mitglied der Geschäftsleitung von Studio Hamburg Distribution & Marketing, und der ehemalige Tele-5-Geschäftsführer Jochen Kröhne, der sich in den vergangenen Jahren mit seiner Firma Get On Air auf den Aufbau der technischen Verbreitung neuer Sender spezialisiert hat.

Der Start der geplanten Plattform steht nach wie vor unter dem Vorbehalt der endgültigen Freigabe durch das Bundeskartellamt. Die Wettbewerbshüter sehen zwar keine fusionsrechtlichen Probleme bei dem Projekt. In einem gesonderten Kartellverfahren will das Kartellamt aber ebenfalls mögliche Wettbewerbsbeschränkungen auf dem Produktions- und Lizenzmarkt genauer unter die Lupe nehmen. Ein ähnliches Vorhaben von Pro Sieben Sat 1 und der Mediengruppe RTL Deutschland hatte das Bundeskartellamt im Februar 2011 untersagt. dh
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