German TV startet Sendebetrieb noch ohne Pay-Vermarktung

Freitag, 01. März 2002
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ARD ZDF Sendebetrieb USA Startschuss DW Abonnementgebühr


Die Chefs von ARD, ZDF und Deutscher Welle haben am Freitag den offiziellen Startschuss für German TV, den gemeinsamen Pay-Kanal für das Ausland, gegeben. Richtig los geht es allerdings erst am 8. April mit einem 24-Stunden-Programm in den USA und erst ab Mai müssen die Zuschauer für das Programm Abonnementgebühren zahlen. Unter dem selbst entwickelten Motto "Sehen, was Deutschland sieht" müssen die Partner mindestens 70 000 Abonnenten gewinnen, damit sich ihr Projekt trägt.

Dafür haben sich die drei Sendeanstalten sieben Jahre Zeit gegeben. Bis 2005 ist das Projekt mit einer Anschubfinanzierung des Bundes von jährlich 5,1 Millionen Euro abgesichert. Nach drei Jahren wollen ARD, ZDF und DW die Erfolgsaussichten überprüfen. Für den Erfolgsfall wollen sich die Partner für eine weitere Finanzierung durch den Bund stark machen. Nach dem Erreichen des Break even soll das Programm auch als Free-TV empfangbar sein - in Regionen, wo ein Pay-Projekt keine Chancen hat.

Der ARD-Vorsitzende Fritz Pleitgen nannte Fernost, Australien und Russland. DW-Intendant Erik Bettermann räumte ein, dass im Erfolgsfall German TV, zu dem ARD und ZDF 40 Prozent und die DW 20 Prozent Programm beisteuern, das Konzept des jetzigen DW-TV überdacht werden müsste. Da German TV praktisch der "zweite TV-Kanal der Deutschen Welle" sei, könne sich das bisherige Programm stärker als Fremdsprachenkanal profilieren.
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