German Media Pool: N24, Regiocast und Wall unterstützen Start-Ups mit Medialeistung

Montag, 04. Juli 2011
Niko Waesche ist Gründer und Managing Partner von German Media Pool
Niko Waesche ist Gründer und Managing Partner von German Media Pool


Das Modell "Media for Equity" macht Schule. Nach Pro Sieben Sat 1 wollen nun auch der TV-Sender N24, die Radiogruppe Regiocast und der Außenwerber Wall jungen Unternehmen mit Werbung unter die Arme greifen. Im Gegenzug für die Werbeflächen erhalten die Medienhäuser Unternehmensanteile an den Start-ups. Die Medialeistungen werden in dem neu gegründeten Unternehmen German Media Pool gebündelt. German Media Pool will vor allem in Unternehmen investieren, die die Gründungsphase bereits erfolgreich abgeschlossen haben. Danach entstehe jedoch häufig eine Finanzierungslücken, da es in dieser Phase einen intensiven Wettbewerb um Mittel von Wagniskapitalgebern gebe. Hier will das Unternehmen mit seinem Media-for-Equity-Service einspringen und dabei wie ein Venture-Capital-Fond agieren.

Gründer und Managing Partner von German Media Pool ist Niko Waesche, zuvor Executive Partner bei IBM Global Business Services. "Unsere drei Medienpartner stellen jungen Unternehmen ein einzigartiges Werbeangebot zur Verfügung. Start-ups können mit unseren drei Medienpartnern viel effektivere und zielgruppenspezifische Werbekampagnen durchführen, als mit nur einer Medienart", erklärt Waesche das Modell. "Mein großer Dank geht an unsere Medienpartner, denn es braucht schon eine gehörige Portion unternehmerische Weitsicht, ein derartig innovatives Programm ins Leben zu rufen." Die erste Beteiligung an einem Unternehmen soll in den kommenden Wochen erfolgen.

Bislang haben vor allem Pro Sieben Sat 1 und der Medienunternehmer Dirk Ströer mit dem Modell Erfahrungen gesammelt. Der TV-Konzern hat sich unter anderem an dem Online-Schuhändler Zalando beteiligt, Ströer an den Internetunternehmen Weg.de und Neu.de. Für Medienhäuser ist das Modell reizvoll: Sie können vor allem nicht verkaufte Werbeflächen oder -zeiten einsetzen, um sich an Start-ups zu beteiligen. Diese bekommen im Gegenzug eine nicht unbeträchtliche Medialeistung zur Verfügung gestellt und können so den Bekanntsheitsgrad ihres Unternehmens steigern. "Viele junge Unternehmen haben gemerkt, dass Onlinewerbung allein nicht weiterhilft, um den Bekanntheitsgrad zu steigern", sagt Wasche. German Media Pool stehen in der Startphase 10 Millionen Euro zur Verfügung. dh
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