Gericht hebt einstweilige Verfügung gegen Kachelmann-Buch auf

Freitag, 26. Oktober 2012
Kachelmanns Buch darf wieder ungekürzt erscheinen
Kachelmanns Buch darf wieder ungekürzt erscheinen

Jörg Kachelmann darf wieder öffentlich den vollen Namen der Frau nennen, die ihn einst wegen Vergewaltigung vor Gericht brachte. Claudia D. hatte eine einstweilige Verfügung gegen Kachelmanns Buchs "Recht und Gerechtigkeit" erwirkt, in dem der ehemalige Wettermoderator ihren vollständigen Namen nennt. Das Landgericht Mannheim hat die EV nun wieder aufgehoben - Kachelmann muss aber bestimmte Dinge beachten. So darf er, wie mehrfach öffentlich geschehen, D. nicht mehr als "Kriminelle" bezeichnen. "Falschbeschuldigerin" darf er sie allerdings nennen. Mit der Entscheidung des Gerichts, die nach einer mündlichen Verhandlung fiel, darf "Recht und Gerechtigkeit" wieder in der ursprünglichen Version vertrieben werden. Nach der Einstweiligen Verfügung durch D. musste ihr Name vom Heyne Verlag abgekürzt werden. Ob dem Verlag dadurch ein Schaden entstanden ist, "im Moment noch nicht absehbar", zitiert "Spiegel Online" Verlagsjustiziar Rainer Dresen.

Kachelmann war im März 2010 von D. wegen Vergewaltigung angezeigt worden. Das Verfahren endete im Mai dieses Jahres mit einem Freispruch aufgrund von Mangel an Beweisen. Seit Oktober ist das Urteil rechtskräftig. In "Recht und Gerechtigkeit", das Kachelmann zusammen mit seiner heutigen Frau Miriam schrieb, rechnet der Moderator mit Medien und Opferverbänden ab. ire
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