Gericht bestätigt: Nachdruck von "Mein Kampf" bleibt verboten

Donnerstag, 08. März 2012
"Das unlesbare Buch" wird es auch künftig nicht in der geplanten Form geben
"Das unlesbare Buch" wird es auch künftig nicht in der geplanten Form geben

Das Landgericht München bleibt hart: Der Nachdruck von Auszügen aus Adolf Hitlers Pamphlet "Mein Kampf" bleibt hierzulande verboten. Damit bestätigten die Richter eine einstweilige Verfügung aus dem Januar dieses Jahres, mit der dem britischen Verleger Peter McGee die Publikation von Zitaten aus "Mein Kampf" verboten wurde. Eigentlich wollte McGee Auszüge des Werkes in der Broschüre "Das unlesbare Buch" veröffentlichen, die der Zeitschrift "Zeitungszeugen" beiliegen sollte. Das Bayerische Finanzminsterium als Inhaber der Urheberrechte grätschte jedoch mit einem Eilantrag bei dem Münchener Gericht dazwischen. McGee legte Widerspruch ein mit der Begründung, dass "Mein Kampf" in vielen Ländern der Welt legal verfügbar sei.

Darüber hinaus bemühte McGees Verlagshaus Albertas Limited das Zitatrecht, nachdem es erlaubt sei, kurze Textpassagen zu übernehmen. Dem widersprach das Landgericht: "Die vorliegende Broschüre überschreitet diese Grenze, denn sie stellt bei einer Gesamtbetrachtung nach Aufmachung, Inhalt und Marktorientierung einen Abdruck von Originalauszügen des Werks 'Mein Kampf' dar. Diese dienen nur der ergänzenden Erläuterung des Originaltextes, der vorrangig für sich selbst sprechen soll", heißt es auf der Homepage des Gerichts.

Das Bayerische Finanzministerium ist noch bis zum Jahre 2015 im Besitz der Urheberrechte an "Mein Kampf". ire
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