Generationswechsel perfekt: Alexander Lenders ist neuer BVDA-Präsident

Donnerstag, 18. Oktober 2012
Neu im Amt: BVDA-Präsident Alexander Lenders
Neu im Amt: BVDA-Präsident Alexander Lenders

Im Interview mit HORIZONT hat Helmut Gebauer ihn als „idealen Kandidaten" für seine Nachfolge bezeichnet: Alexander Lenders ist neuer Präsident des Bundesverbands Deutscher Anzeigenblätter (BVDA). Die rund 300 Verleger und Geschäftsführer von Anzeigenblattverlagen haben dem 46-Jährigen im Rahmen der Herbsttagung in Berlin ihr Vertrauen ausgesprochen. Damit ist der Generationswechsel, den der neue Geschäftsführer Jörg Eggers Anfang des Jahres im BVDA eingeleitet hat, nun auch auf Präsidiumsebene vollzogen. Lenders ist seit 2004 Verlagsleiter beim Weiss-Verlag in Monschau (Eifel) und engagiert sich bereits im BVDA-Hauptausschuss. Er ist laut Gebauer „auf bundespolitischer Ebene bestens vernetzt" und zeichne sich durch seine vielen kommunalpolitischen Mandate und Ehrenämter aus. „Wir möchten damit die Voraussetzungen schaffen, dass die Anzeigenblätter und deren Anliegen künftig noch stärker in der Politik Gehör finden", kommentierte der bisherige Präsident die Wahl seines Nachfolgers.

Unterstützt wird Lenders künftig von Michael Simon und Egon Timm, die als Vizepräsidenten die Nachfolge von Adam Jürgen Bergmaier, München, und Helmut Lanio, Monschau, antreten. Beide hatten sich nicht mehr zur Wahl gestellt. Simon leitet in München den Werbe-Spiegel-Verlag, Timm ist Geschäftsführer der Süwe Vertriebs- und Dienstleistungs-GmbH in Ludwigshafen. Die Vizepräsidenten Andreas Müller und Ulrich Schamuhn wurden in ihren Ämtern bestätigt.

Der scheidende Präsident Gebauer ist fortan Ehrenmitglied des BVDA. Mit seiner Dienstzeit endet eine Ära. „Ich bin stolz darauf, was wir gemeinsam aus dem BVDA gemacht haben und wie der Verband heute aufgestellt ist. Ich bin überzeugt: Das Feld für die Nachfolger ist bestellt", so der 64-Jährige, der schon im Alter von 25 Jahren als Schatzmeister einer Vorläufer-Organisation des jetzigen Anzeigenblattverbandes tätig war. Den Generationswechsel in Präsidium und Geschäftsführung hat Gebauer selbst vorangetrieben. „Wenn ich einmal zurückblickend sagen kann, dass dieser Übergang als gelungen bezeichnet werden kann, bin ich sehr zufrieden", sagte er im Interview mit HORIZONT (Ausgabe 42/2012).

Bei der diesjährigen Herbsttagung blickt der Verband nicht nur auf sein 25-jähriges Bestehen zurück, sondern beschäftigt sich auch mit der Zukunft der Gattung. Kommunikationsexpertin Miriam Meckel, Universität St. Gallen, spricht am Freitag zum Thema „Zwischen lokaler Verankerung und digitaler Weltgewandtheit - Wochenblätter im digitalen Medienensemble". Mediaplaner Thomas Koch analysiert in seinem Vortrag „Werbung im Wandel - Gehört die Zukunft den Wochenblättern?", welches Potenzial das lokale Medium im digitalen Zeitalter besitzt. kl
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