Generalsekretärin Verena Wiedemann kehrt der ARD den Rücken

Freitag, 01. Juli 2011
Verena Wiedemann
Verena Wiedemann

Verena Wiedemann will ihren Vertrag als Generalsekretärin der ARD nicht verlängern und hat ein entsprechendes Angebot abgelehnt. Das Verhältnis zur ARD ist schwer zerrüttet: Wiedemann hat den Senderverbund wegen Mobbings auf Schadensersatz und Schmerzensgeld verklagt. Der Posten soll aber beibehalten werden. Der aktuelle Vertrag der Juristin mit der ARD ist Ende Juni ausgelaufen. Wiedemann war vor fünf Jahren zur ersten Generalsekretärin der ARD ernannt worden und sollte den öffentlich-rechtlichen Senderverbund vor allem auf der politischen Ebene vertreten. In den letzten Jahren war sie öffentlich jedoch kaum mehr in Erscheinung getreten. Im März erhob sie schließlich schwere Vorwürfe gegen die Intendanten der ARD und reichte beim Arbeitsgericht Berlin Klage gegen ihren Arbeitgeber ein. Der Vorwurf: Mobbing, Ausgrenzung und Diskriminierung. Nach Angaben ihres Anwalts musste sich Wiedemann wegen der psychischen Belastung sogar ärztlich behandeln lassen. Ein Gütetermin ist gescheitert, der Prozess soll am 8. September beginnnen.

Das Generalsekretariat soll allerdings trotz der Querelen um Wiedemann beibehalten werden: "Die Intendantinnen und Intendanten werden über eine Nachbesetzung entscheiden. Das Generalsekretariat bleibt erhalten." Es sei nach wie vor "eine wichtige und richtige Einrichtung", ließ die amtierende ARD-Vorsitzende Monika Piel mitteilen. dh
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