Gemeinsamer Jugendkanal: ARD will Eins Plus mit ZDF-Kanal verschmelzen

Mittwoch, 28. November 2012
Eins Plus soll nach Vorstellungen der ARD in einem Jugendkanal mit dem ZDF aufgehen
Eins Plus soll nach Vorstellungen der ARD in einem Jugendkanal mit dem ZDF aufgehen
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Auf dem Weg zur Verjüngung des Publikums setzt die ARD auf einen gemeinsamen Jugendkanal mit dem ZDF. In die immer wieder angestellten Überlegungen kommt nun Bewegung: Ziel ist, dass Eins Plus und ein ZDF-Digitalkanal zu einem gemeinsamen ARD/ZDF-Jugendkanal für die 14- bis 29-Jährigen fusionieren. Dies vereinbarten die ARD-Intendanten bei ihrer Sitzung in Köln. Das Vorhaben wird seit Langem diskutiert, war jedoch ARD-intern stets umstritten. Ebenfalls mit von der Partie soll der vom WDR verantwortete Sender Eins Festival sein. Im Rahmen dieser Strategie werde Eins Festival auch einen neuen Namen bekommen. Der SWR werde als Federführer des Digital-Kanals Eins Plus nun entsprechende Verhandlungen mit dem ZDF aufnehmen, teilt die ARD mit. Ob die Mainzer zustimmen werden, ist jedoch keinesfalls klar. Das ZDF stand der Idee eines gemeinsamen Jugendkanals mit der ARD stets reserviert gegenüber, zudem sieht sich die Sendeanstalt einem enormen Spardruck ausgesetzt.

Beim Thema Verjüngung will die ARD auf Trimedialität setzen, was die "jungen Wellen" im Radio sowie die Online-Angebote einschließe. Nicht gerne hören wird man das bei den Privaten, wo man die Digital-Strategie der Öffentlich-Rechtlichen auf den Prüfstand gestellt sehen will.

Das ZDF lässt in einer Stellungnahme wissen, man sei offen für Gespräche über einen gemeinsamen Jugendkanal. Bislang habe es aber noch keinen Austausch mit der ARD über die Rahmenbedingungen gegeben. Grundvoraussetzung für einen möglichen Jugendsender sei für das ZDF eine klare Beauftragung durch die Bundesländer, eine ausreichende personelle und finanzielle Ausstattung sowie ein trimediales Angebot. ire
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