Gema vs. Youtube: Streit geht in die nächste Runde

Freitag, 01. Oktober 2010
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Der Urheberrechtsstreit zwischen Googles Videoportal Youtube und der Gema eskaliert. Die Musikverwertungsgesellschaft will nun zusammen mit sieben anderen Verwertungsgesellschaften aus den USA und Europa Youtube verklagen. Mit der Klage soll Youtube gezwungen werden, urheberrechtlich geschützte Videos auf der deutschen Youtube-Plattform zu sperren, solange es keinen neuen Lizenzvertrag zwischen den beiden streitenden Parteien gibt. Im März 2009 war eine entsprechende Vereinbarung abgelaufen, seitdem brodelt es zwischen Gema und Youtube. Die Verwertungsgesellschaft vertritt nach eigenen Angaben mehr als 60000 Künstler  und eine Million Rechteinhaber weltweit.

Die von der Gema geforderten Summen hat Youtube bislang als „astronomisch" zurückgewiesen. Die Gema gerät allerdings mehr und mehr unter Druck, weil die Allianz mit anderen Verwertungsgesellscharften zunehmend bröckelt. Mit den entsprechenden Unternehmen in Großbritannien und Italien konnte sich die Google-Tochter schon einigen. Und parallel zur Ankündigung der Gema, gegen Youtube vorzugehen, präsentierte Google eine neue Erfolgsmeldung: In Frankreich, so heißt es, habe man sich mit der Verwertungsgesellschaft Sacem auf eine „Mindestgarantiesumme" für Musikvideos bis Ende 2012 geeinigt. Und während Gema-Vorstandschef Harald Heker in der „FTD" mit den Worten zitiert wird: „Wir sind optimistisch, dass unsere Ansprüche gerechtfertigt sind", melden sich die Gema-Skeptiker zu Wort. Sevenload-Chef Axel Schmiegelow: „Hier wird sich an ein Wertschöpfungsmodell aus den 70er- Jahren geklammert, dass in dieser Form in der digitalen Welt nicht mehr besteht." vs
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