Gema verliert vorerst gegen Youtube

Freitag, 27. August 2010
Die Gema kommt im Streit mit Youtube nicht weiter
Die Gema kommt im Streit mit Youtube nicht weiter

Das Landesgericht Hamburg hat einen Antrag der Autorengesellschaft Gema auf eine einstweilige Verfügung gegen Google-Tochter Youtube abgelehnt. Die Gema fordert von dem Videoportal, dass es rund 600 illegal genutzte Werke komplett löschen soll. Da Youtube dieser Aufforderung bislang nicht nachgekommen ist, hat die Gema mit Verbundpartnern versucht, diese Einstweilige Verfügung zu erwirken. Das letzte Wort ist offenbar noch nicht gesprochen. "Nach Ansicht der Kammer spricht viel dafür, dass die Antragstellerinnen prinzipiell einen Anspruch auf Unterlassung haben", teilt die Gema mit. Dieser Anspruch solle nunmehr in einem Hauptsacheverfahren geltend gemacht werden.

Bereits seit April 2009 verhandelte die Gema mit Youtube erfolglos über einen Lizenzvertrag für Musiknutzungen in Deutschland. Nach Abbruch der Verhandlungen im Mai 2010 schloss sich die Gema mit sieben weiteren Musikautorengesellschaften zu einer Allianz zusammen. Zu dem Verbund gehören unter anderem die US-amerikanischen Autorengesellschaften Ascap und BMI sowie die französische Sacem. Die Gema vertritt in Deutschland die Urheberrechte von mehr als 60.000 Mitgliedern. Darunter befinden sich Komponisten, Textautoren und Musikverleger. hor
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