Gema legt gegen Youtube-Urteil Berufung ein

Montag, 21. Mai 2012
Die Gema geht in Berufung
Die Gema geht in Berufung

Die Verwertungsgesellschaft Gema geht im Rechtsstreit mit der Videoplattform Youtube in die nächste Instanz. Das erstinstanzliche Urteil des Hamburger Landgerichts sei zwar ein großer Erfolg gewesen, geht der Gema aber noch nicht weit genug. Zudem sei eine Einigung am Verhandlungstisch vor Ablauf der Berufungsfrist nicht möglich gewesen. Zur Erinnerung: Das Landgericht Hamburg hatte am 20. April entschieden, dass die Maßnahmen des Videoportals zum Schutz urheberrechtlich geschützter Inhalte nicht ausreicht. So müssen Musikvideos durch digitale Signaturen, sogenannten Fingerprints geschützt und Wortfilter eingesetzt werden. Allerdings schränkten die Richter ein, dass die Google-Tochter nicht schon jedes Video beim Hochladen überprüfen muss.

Laut Gema haben beide Seiten nach dem Urteil weiter über eine Einigung verhandelt, um eine rasche Einigung zu erzielen. Allerdings habe sich laut Gema schnell gezeigt, dass bis zum Ende der Berufungsfrist keine Einigung erzielt werden könne. Zudem sei Youtube nicht bereit, die Ergebnisse der Verhandlungen offen zu legen.

"Das Transparenzgebot ist für uns von entscheidender Bedeutung. Im Sinne der Urheber ist dies eines unserer wichtigsten Verhandlungsziele", betont Harald Heker, Vorstandsvorsitzender der Gema. Bis zu einem neuen Verhandlungstermin vor dem Oberlandesgericht Hamburg dürften nun allerdings mindestens ein halbes Jahr ins Land gehen. dh
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