Gartner: Social-Media-Umsätze weltweit fast verdoppelt

Mittwoch, 12. Oktober 2011
Social-Media-Marketing steckt laut Gartner noch in den Kinderschuhen
Social-Media-Marketing steckt laut Gartner noch in den Kinderschuhen

Das Marktforschungsunternehmen Gartner beziffert die Umsätze, die im Jahre 2011 weltweit mit Social Media gemacht werden, auf 10,3 Milliarden Dollar. Dies bedeutet gegenüber dem Vorjahr ein Wachstum von 41,4 Prozent. Und noch ist kein Ende des Booms in Sicht: Für das kommende Jahr prognostiziert Gartner Social-Media-Umsätze von 14,9 Milliarden Dollar. In 2015 sollen es dann schon 29,1 Milliarden sein. Den Löwenanteil zu den weltweit mit Social Media erzielten Umsätzen steuert die Werbung bei: Laut der Gartner-Analyse entstehen mit Displays, Videos oder mobilen Kampagnen Umsätze von 5,5 Milliarden Dollar. Dieser Anteil soll im Jahre 2012 auf 8,2 Milliarden Dollar klettern. Besonders aufgrund der guten Tracking- und Targeting-Möglichkeiten, die Social-Media-Plattformen zulassen, würden Werbungtreibende ihr Budget verstärkt in Social Media investieren, glaubt Gartner-Analystin Neha Gupta.

Zu weiteren Umsatztreibern im Bereich Social Media gehören Games und Gebühren. Durch Spiele werden in 2011 weltweit etwa 3,2 Milliarden Dollar umgesetzt werden, im Jahre 2012 sollen es 4,5 Milliarden Dollar sein. Die Umsätze stammen aus kostenpflichtigen Angeboten, aber auch aus virtuellen Währungen, etwa Facebook-Credits. 236 Millionen Dollar des weltweiten Social-Media-Umsatzes werden durch Bezahlangebote wie Premium-Mitgliedschaften generiert. Seiten wie LinkedIn oder Xing verlangen für bestimmte Features - wie etwa vollen Zugriff auf eine Seite oder ein Profil - eine Gebühr. Im Kommenden Jahr werden diese Umsätze auf gut 313 Millionen Dollar anwachsen.

"Betrachtet man die Umsätze, befindet sich der Social-Media-Markt immer noch in den Kinderschuhen, obwohl viele User mittlerweile ein sehr fortgeschrittenes Nutzungsverhalten aufweisen", so Gupta. "Marktteilnehmer müssen nun neue Geschäftsmodelle entwickeln, um aus die steigenden Nutzungszahlen Kapital schlagen zu können." ire
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