Ganz großes Kino: Edmund Stoiber und Bernd Stromberg ehren Medienmann Thomas Ebeling

Donnerstag, 19. Januar 2012
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Edmund Stoiber steht eigentlich nicht im Ruf, ein ausgemachter Spaßvogel zu sein. Am Dienstagabend bei der Verleihung des HORIZONT Awards zeigte sich allerdings, dass der ehemalige bayerische Ministerpräsident auch anders kann. In dem Kurzfilm, mit dem der Medienmann des Jahres 2011, Pro-Sieben-Sat-1-Chef Thomas Ebeling, gewürdigt wurde, trat neben Pro-Sieben-Star Christoph Maria Herbst alias Bernd Stromberg auch Edmund Stoiber auf, der dem 2011 gegründeten Beirat des TV-Konzerns vorsteht. Das Video, in dem sich Stoiber mit einer Anspielung auf seine legendäre, weil völlig verunglückte Transrapid-Rede aus dem Jahre 2002 selbst auf die Schippe nimmt, ist auf HORIZONT.NET zu sehen. Die Transrapid-Rede, mit der sich Edmund Stoiber im Januar 2002 beim Neujahrsempfang der CSU für den Bau der niemals verwirklichten Magnetschwebebahn zwischen dem Münchner Hauptbahnhof und dem Flughafen stark machte, gilt in Bayern inzwischen als "Jahrhundertrede" - freilich im negativen Sinne. Denn Stoibers flammendes Plädoyer war an Konfusion kaum zu überbieten - und der Spott entsprechend groß. Dass Stoiber heute so locker mit dem Thema umgeht, dürfte viele überraschen. 

Die Hauptrolle in dem Film spielt allerdings Publikumsliebling  Bernd Stromberg. In gewohnt bissiger Art und Weise kommentiert der fieseste Chef der Welt die Auszeichnung für den Vorstandsvorsitzenden des TV-Konzerns. Auch HORIZONT kommt dabei nicht ungeschoren davon.

Schallendes Gelächter und Szenenapplaus brandeten am Dienstagabend durch die Alte Oper in Frankfurt am Main, als Stromberg (Christoph Maria Herbst) in dem Einspieler zu ganz großer Form auflief. "Gibt's wieder 'Tea mit Thomas', oder was?", ätzte Stromberg von der Leinwand, als er scheinbar auf den "feinen Herrn Ebeling" wartete. Für so etwas werde er dann auch noch "Medienmann des Jahres"! Wenn er zum "Bier mit Bernd" einladen würde, würden ihm bei der Capitol alle einen Vogel zeigen.

Für Erheiterung sorgten auch die "Cheflektionen": "Argumente sind für Verlierer: Sie sind der Chef. Deswegen müssen Sie Ihre Meinung auch nicht begründen." Und am Ende bekam auch noch Bundespräsident Christian Wulff sein Fett weg. Aber sehen Sie selbst: Film ab! Die Redaktion wünscht viel Spaß! mas/dh
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