"GZSZ"-Produzent Wemcken sieht Grenze für Einsparungen erreicht

Mittwoch, 05. Mai 2010
Rainer Wemcken
Rainer Wemcken

Nach den millionenschweren Sparprogrammen, die die Mediengruppe RTL Deutschland und Pro Sieben Sat 1 im vergangenen Jahr durchgezogen haben, sieht Rainer Wemcken, Geschäftsführer der Produktionsfirma Grundy Ufa, das Potenzial langsam ausgereizt. Zwar könne man immer noch Kosten senken, beispielsweise durch bessere Technik, "aber irgendwo liegt sicher eine Grenze. Zaubern können wir alle nicht", sagt er im Interview mit HORIZONT. Grundy Ufa ist Deutschlands größter Produzent von Daily Soaps und Telenovelas und steht für RTL-Serien wie "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" und "Unter uns" sowie "Hanna - Folge Deinem Herzen" im ZDF, aber auch der glücklosen Sat-1-Telenovela "Eine wie keine". Angesichts der Einbrüche im Werbemarkt im 1. Halbjahr 2009 zeigt Wemcken jedoch Verständnis für die Sender. "Wie in anderen Branchen auch, muss man eben in schlechten Zeiten überlegen, wie man effektiver arbeiten kann. Unser Vorteil ist, dass TV-Produktionen nicht einfach in Billiglohnländer verlagert werden können."

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Das Interview mit Rainer Wemcken in HORIZONT 18/2010 vom 6. Mai.

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Als Erklärung für den mangelnden Erfolg von "Eine wie keine" sieht er zwei mögliche Gründe: Das Umfeld auf dem Sender Sat 1 sowie die Ausarbeitung der Hauptperson Manu: "Es kann sein, dass wir den Hauptcharakter nicht klar genug erzählt haben." pap
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