GPRA droht Kampfabstimmung

Donnerstag, 26. Februar 2009
Alexander Güttler ist einer von zwei möglichen Bewerbern für den GPRA-Chefposten
Alexander Güttler ist einer von zwei möglichen Bewerbern für den GPRA-Chefposten

Der Gesellschaft Public Relations Agenturen (GPRA) könnte bei der Wahl des neuen Präsidenten eine Kampfabstimmung ins Haus stehen. Offiziell gibt es zwar noch keinen Kandidaten für die Nachfolge von Amtsinhaber Dieter Schulze van Loon, der nach zwei Perioden nicht mehr antreten darf. Hinter den Kulissen haben sich aber zwei PR-Agenturmanager für die Wahl am 13. März in Stellung gebracht. Als heimlicher Favorit gilt Alexander Güttler, CEO der Agenturgruppe Kommpassion. Sein möglicher Konkurrent ist Heiko Kretschmer, Chef der Agentur Johanssen + Kretschmer. Beide haben ihre Kandidatur noch nicht offiziell erklärt. Während einige Verbandsmitglieder die mögliche Kampfabstimmung verhindern wollen und sie als Zeichen fehlender Geschlossenheit interpretieren, sieht der scheidende Präsident Schulze van Loon die Sache gelassen – zumindest offiziell. Es handele sich um einen demokratischen Meinungsbildungsprozess, der zu begrüßen sei, so der Co-Chef der Hamburger Agentur Molthan van Loon.

Inhaltlich hat sich bislang nur Kretschmer aus der Deckung gewagt. In einer E-Mail an alle Verbandsmitglieder fordert er unter anderem, Professionalität, Kommunikation und Mitgliedschaft der GPRA zu stärken. Seine genauen Vorstellungen will er in Gesprächsrunden erläutern, die derzeit stattfinden. Von der dort signalisierten Unterstützung für seine Ideen will er dann abhängig machen, ob er kandidiert. Vertreter einiger großer GPRA-Agenturen stehen Kretschmer offenbar reserviert gegenüber. mam
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