G+J zieht FTD.de-Vermarktung bereits im September von Quality Channel ab

Mittwoch, 23. Juli 2008
Ingrid M. Haas, Verlagsgeschäftsführerin der G+J Wirtschaftsmedien
Ingrid M. Haas, Verlagsgeschäftsführerin der G+J Wirtschaftsmedien

Die vollständige Übernahme der Wirtschaftszeitung "Financial Times Deutschland" durch Gruner + Jahr Anfang des Jahres schlägt sich bereits in diesem Herbst im Werbegeschäft nieder. Nach HORIZONT.net-Informationen wird die G+J-Onlinevermarktungstochter G+J Electronic Media Sales (EMS) das Internetportal der "FTD" bereits zur Fachmesse Online Marketing Düsseldorf (OMD) Mitte September in ihrem Portfolio präsentieren. Bisher lag die Vermarktung von FTD.de in den Händen der "Spiegel"-Tochter Quality Channel. Die Print-"FTD" wird seit jeher von G+J mitvermarktet.

Bereits im Februar hatte Ingrid M. Haas, Verlagsgeschäftsführerin der G+J Wirtschaftsmedien, gegenüber HORIZONT verkündet, in Sachen FTD.de zwar alle Verträge einhalten, aber dennoch "dauerhaft die Vermarktung über G+J EMS organisieren" zu wollen. Dem Vernehmen nach wäre FTD.de eigentlich bis Jahresende an Quality Channel gebunden, doch G+J wollte offenbar bereits zur OMD mit dem neuen Inhouse-Mandat aufwarten. Nun hat man sich - wohl gegen entsprechende Ausgleichszahlungen - offenbar auf den früheren Zeitpunkt geeinigt. Weder G+J noch der Spiegel-Verlag wollen dies kommentieren. Man sei in guten Gesprächen miteinander, heißt es von beiden Seiten, die zudem gesellschaftlich miteinander verbandelt sind - was die Verhandlungen nicht immer einfacher macht: G+J ist zu 25,5 Prozent an Spiegel-Verlag und Quality Channel beteiligt. rp
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