G+J will "Häuser" durch Relaunch zur Nummer 1 in Deutschland machen

Dienstag, 18. Mai 1999

Die Renovierungsarbeiten an der Architekturzeitschrift "Häuser" aus dem Hause Gruner + Jahr sind abgeschlossen. Die aktuelle Ausgabe 3/99 präsentiert sich mit neu gestaltetem Logo und Titelbild sowie inhaltlichen Änderungen. So wurden die bisherigen Ressorts für Architektur, Design, Kunst und Garten um einen Reiseteil erweitert. Am Fuße aller acht Magazinseiten läuft ein Nachrichtenstreifen, diverse Informationskästen sollen den Nutzwert des Titels stärker hervorheben. Das neue Konzept mit opulenten Fotos stammt von Wolfgang Nagel, der im Januar die Chefredaktion von "Häuser" übernahm und zuvor in gleicher Funktion für "Architektur & Wohnen" tätig war. Für die neue Fassade des Titels ist Art Director Hendrik Schomburg verantwortlich, der mit Nagel den Hamburger Jahreszeiten-Verlag verließ und zu G+J wechselte. Werner Beba, der seit März die Verlagsleitung der Zeitschriftengruppe "Schöner Wohnen" und "Essen + Trinken" verantwortet, erhofft sich durch den Relaunch 10.000 mehr verkaufte Exemplare und ein Anzeigenplus von zehn bis zwanzig Prozent. Die Anzeigenstatistik für die ersten beiden Ausgaben dieses Jahres weist bereits ein Anzeigenplus von 111 Prozent oder 36 Anzeigenseiten mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres aus. Angelika Jahr, Verlagsgeschäftsführerin der Zeitschriftengruppe, führt dies auf den "zarten Relaunch" zurück, der genau vor einem Jahr eingeleitet und nun unter Nagel vollendet wurde. Bislang liegt die verkaufte Auflage des zweimonatlich erscheinenden Titels, der an 26.000 Verkaufsstellen für 15 Mark zu haben ist, bei 50.000 Exemplaren, davon sind 15.000 Abonnenten. Laut Beba findet "Häuser" derzeit 400.000 bis 450.000 Leser pro Ausgabe. Das endgültige Potential schätzt er auf eine Million Leser. Eine vereinheitlichte Marketing- und Händlerwerbung und die Online-Kooperation mit Baunetz sollen den Bekanntheitsgrad der Marke Häuser steigern. An der zweimonatlichen Erscheinungsweise und an dem Copypreis soll sich nichts ändern.
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