G+J will Apples mobile Werbung vermarkten / Expansion im Ausland

Donnerstag, 28. Oktober 2010
G+J Media Sales-Chef Stan Sugarman
G+J Media Sales-Chef Stan Sugarman

Forscher Vorstoß: Gruner + Jahr bietet sich dem iPhone- und iPad-Hersteller Apple als Werbevermarkter an. "Wir stehen bereit, das mobile iAd-Geschäft von Apple in Deutschland zu betreuen", sagt Stan Sugarman, Chef von G+J Media Sales, im HORIZONT-Interview. Immerhin sei man hierzulande der größte Mobile-Vermarkter und erziele ein Drittel der Mobile-Umsätze mit Apple-Apps: "Mit uns würde Apple besser fahren." Generell müssten Verlage versuchen, im Bereich der Digitalvermarktung "selber ein Stück weit Technologie-Know-how aufzubauen oder zu kaufen", um neu entstehende Wertschöpfung im Haus zu halten. Nach dem Kauf von Ligatus und Adyard deutet er hier weitere Akquisitionen an. Bei der teilweise umstrittenen verlagsübergreifenden Forschungsinitiative Ad Impact Monitor (AIM) zeigt sich Sugarman "sehr zuversichtlich, dass AIM so startet, wie wir alle es gemeinsam beschlossen haben". Allein G+J bringe über sieben Jahre Forschungswissen ein, das Millionenbeträge gekostet habe. Ob und wo nachgebessert werden müsse - am Tool selber, an der Kommunikation mit einzelnen Verlagen und Agenturen, vielleicht speziell Group M - lässt er offen: Alle seien „permanent im Gespräch". Klar sei aber auch: "Wir machen AIM nicht nur für eine Agentur - sondern für alle Werbekunden."

Gegenüber HORIZONT.NET kündigt Sugarman außerdem an, den Umsatzanteil des internationalen Geschäfts für G+J Media Sales von derzeit 10 Prozent auf 15 Prozent steigern zu wollen. G+J Media Sales betreibt sechs Auslandsbüros in Großbritannien, Benelux, Frankreich, Österreich, Schweiz und Italien, von wo aus dort jeweils ausländische G+J- und Mandantentitel vermarktet werden, inklusive des deutschen G+J-Portfolios. Außerdem überlegt Sugarman, mit dem skalierbaren Technologiegeschäft von Ligatus und Adyard über diese sechs Länder hinaus in Richtung Skandinavien zu expandieren. rp

Das Interview mit Stan Sugarman - genau ein Jahr nach dem Radikalumbau von G+J Media Sales, der ein Drittel Stellen gekostet hat - lesen Abonnenten in der HORIZONT-Ausgabe 43/2010, die am Donnerstag dieser Woche erscheint.
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