G+J verpasst Art einen frischen Anstrich

Donnerstag, 18. Juni 2009

Zu ihrem 30. Geburtstag gönnt sich die Kunstzeitschrift "Art" eine Frischzellenkur. Nachdem der letzte Relaunch acht Jahre zurückliegt, erscheint am 19. Juni der monatliche Gruner+Jahr-Titel überarbeitet (Kreation: inhouse). In Zukunft soll sich das Magazin nach Wunsch von Chefredakteur Tim Sommer "edler, opulenter und literarischer" präsentieren. Daher bekommen vor allem große Geschichten nun mehr Raum im Heft und die Texte, insbesondere Überschriften, werden erzählerischer formuliert. Das Cover soll durch
das veränderte Logo moderner wirken. Künftig werden hier mehr Beiträge angekündigt als bisher. Aktuelle Themen bündelt nun das Ressort Agenda am Ende des Magazins.
Neu ist auch die Rubrik "Update" mit Tipps für eine bestimmte Stadt oder Region. Den Anfang macht Mallorca. Künftig kommen im Heft Prominente stärker zu Wort. In der Rubrik "Durch den Monat mit ..." erzählt eine berühmte Persönlichkeit, welche Events sie in den kommenden vier Wochen besuchen wird. Mit der Oktober-Ausgabe startet zudem unter dem Titel "Art Plus" eine monothematische Beilage, deren erste Ausgabe sich der Kunstszene in Berlin widmet.

Um das Heft und den Internetauftritt stärker zu verknüpfen, wurden Online- und Printredaktion zusammengelegt. Einen Stellenabbau hat es in Folge dessen laut Chefredakteur Sommer nicht gegeben. Die Website www.art-magazin.de wird demnächst um Blogs ausgebaut und die Ausstellungsdatenbank erweitert. Eine Printkampagne zum Geburtstag von "Art" ist bereits vor einigen Wochen gestartet. Zu sehen sind die Anzeigen in zielgruppenrelevanten Titeln.

Wie die meisten anderen Printtitel leidet auch "Art" unter einem Auflagenschwund. Die Zahl der Abonnenten ist laut IVW im Vergleich zum 1. Quartal 2008 um knapp 10 Prozent auf 44.000 Exemplare gesunken, die Verkaufszahlen fielen um 9 Prozent auf 55.000 Hefte. Im Werbemarkt will Chefredakteur Sommer das Niveau zumindest halten: "Uns geht es in der Wirtschaftskrise vergleichsweise gut. Wir liegen bei der Anzeigenvermarktung seit Jahresbeginn 4 Prozent im Plus." bn
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