G+J verliert Sprecher Alexander Adler an Prinovis

Dienstag, 14. April 2009
Kehrt Gruner + Jahr den Rücken: Alexander Adler
Kehrt Gruner + Jahr den Rücken: Alexander Adler

Europas größter Zeitschriftenverlag Gruner + Jahr steht in diesem Sommer möglicherweise mal kurz ohne Unternehmenssprecher da. Nach HORIZONT.NET-Informationen wird Alexander Adler, Leiter Externe Kommunikation, den Verlag im Juni verlassen und eine leitende Sprecheraufgabe beim Tiefdruckkonzern Prinovis übernehmen.  Mit Adler verliert G+J nicht nur den Sprecher - sondern auch den kommissarischen Chef der gesamten Abteilung Unternehmenskommunikation, die der 36-Jährige seit drei Monaten zusätzlich interimistisch führt. Denn Mitte Januar, kurz nach dem Abschied von CEO Bernd Kundrun, hat auch der damalige Leiter der G+J-Unternehmenskommunikation, Andreas Knaut, das Haus verlassen. Der neue Vorstandschef Bernd Buchholz hat daraufhin Sprecher Adler mit der Abteilungsleitung beauftragt - allerdings nur "bis auf weiteres". 

Einen Knaut-Nachfolger suchte Buchholz stattdessen offenbar extern. Und dem Vernehmen nach hat er bereits einen Kandidaten gefunden, der sein Amt im Juli antreten soll. Dann dürfte Adler, dem Beobachter sowohl Interesse an als auch Eignung für diesen Posten nachgesagt haben, den Baumwall bereits verlassen haben. Dies dürfte einen nahtlosen Übergang der externen Kommunikation gerade in eher unruhigen Zeiten kaum erleichtern. 

Adler begann seinen Berufsweg als Pressereferent beim Musicalveranstalter Stella in Essen und wechselte 1999 als Pressesprecher zu AOL Europe nach Hamburg. Ein Jahr später ging er in dieser Funktion zu Bertelsmann; im März 2004 begann er als Sprecher bei G+J. Bei Prinovis bleibt Adler dem Konzern zu großen Teilen treu: Das Druckhaus ist ein Joint Venture von Arvato/Bertelsmann sowie der Bertelsmann-Tochter G+J, die je 37,45 Prozent der Anteile halten. Axel Springer ist mit 25,1 Prozent beteiligt. rp
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