G+J und Datenservice Beck lassen Joint Venture im Vertriebs-Direktmarketing platzen

Donnerstag, 27. Oktober 2011
DPV und Datenservice Beck sehen ein "deutlich erhöhtes Risiko"
DPV und Datenservice Beck sehen ein "deutlich erhöhtes Risiko"
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Datenservice G+j Gruner + Jahr Hamburg Neckarsulm CRM Europa


Alle Maschinen Stopp: Das seit Frühjahr 2010 vorbereitete Joint Venture zwischen der Gruner + Jahr-Vertriebstochter DPV in Hamburg und dem IT-Dienstleister Datenservice Beck (DSB) in Neckarsulm ist geplatzt. Geplant war eine jeweils 50-prozentige Beteiligung an einem Gemeinschaftsunternehmen, das sich mit der Entwicklung, dem Betrieb und der Vermarktung von Direktmarketing-IT befasst, vor allem im Bereich Abonnement und Customer Relationship Management (CRM). DSB und DPV beenden die Planung eines gemeinsamen Joint Ventures, teilt eine DPV-Sprecherin mit: "In den zurückliegenden Monaten haben sich die unternehmerischen Risiken des Projektes deutlich erhöht und werden die strategischen Chancen perspektivisch überwiegen." Daher hätten sich die Geschäftsführungen beider Seiten "gemeinschaftlich entschieden, das Projekt zu stoppen".

Im April 2010 klang das noch so: Neben der Betreuung deutscher Kunden wolle man sich durch die Kooperation "für die weitere Expansion im internationalen Markt aufstellen", so die damals Verantwortlichen. Es handele sich um ein „marktstrategisches Projekt mit Fokus auf unserer Wachstumsstrategie", hieß es damals beim DPV. Entstehen sollte Europas größter Abo-Dienstleister für in- und ausländische Kundenverlage, mit 11 Millionen betreuten aktiven Abonnements. Bei den Mitarbeitern hatten die Planungen seinerzeit Befürchtungen eines Stellenabbaus ausgelöst. rp
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