G+J tauft geplantes Lifestyle-Elternheft „Nido"

Mittwoch, 05. November 2008
Neon-Chefredakteur Timm Klotzek hebt "Nido" aus der Taufe
Neon-Chefredakteur Timm Klotzek hebt "Nido" aus der Taufe
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Timm Klotzek G+j Gruner + Jahr Hauptberuf Arbeitstitel SZ


„Nido" schlüpft aus dem Nest: Gruner + Jahr lüftet das Geheimnis um den Namen seines geplanten Lebensgefühl-Magazins für junge Eltern. „Nido", die italienische und spanische Übersetzung für „Nest", wird das Heft heißen. Unter diesem deutschen Arbeitstitel hat bisher Timm Klotzek, im Hauptberuf Chefredakteur der künftigen „Nido"-Schwester „Neon", den weiteren „Stern"-Ableger entwickelt. 2009 sollen zwei Ausgaben als Markttest erscheinen, im April und im Oktober. Bei Erfolg könnte es dann 2010 im Monatstakt weitergehen. Die Herausforderung wird nun sein, die Resonanz im Werbemarkt unter den voraussichtlich schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen 2009 fair und aussagekräftig zu testen. Bereits in dieser Woche prescht die „SZ" mit dem - laut allen Ankündigungen - recht ähnlichen Magazin „Süddeutsche Zeitung Wir" vor. Beobachter sehen das als Vorab-Kopie des G+J-Konzepts, dessen Grundzüge bereits im Herbst 2007 bekannt wurden. Klotzek mag sich derzeit weder zum Markttest noch zum „SZ"-Projekt äußern.

Einige Eckdaten zu „Nido" (Untertitel: „Wir sind eine Familie") sind bereits bekannt: Das Lifestyle- und Verbrauchermagazin unter der Dachmarke „Stern" möchte junge, gebildete und kaufkräftige Eltern, die mit Kindern im Vorschulalter im großstädtischen Umfeld leben, über ihr Lebensgefühl ansprechen - nämlich „dass beides möglich ist: Kinder kriegen und seinen Geschmack behalten", so Klotzek. Die Druckauflage soll bei 200.000 Stück, die Verkaufserwartung zunächst bei 50.000 Heften liegen. Das Geschäftsmodell soll über einen relativ hohen Copypreis (rund 4 Euro) und ein starkes Anzeigengeschäft funktionieren (Seitenpreis: rund 10.000 Euro). rp
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