G+J stößt Peoplemagazin „In“ ab

Freitag, 14. Dezember 2012
G+J trennt sich von „In"
G+J trennt sich von „In"

Nach der weitgehenden Abwicklung der Wirtschaftsmedien desinvestiert Gruner + Jahr auch bei seinen Peoplemagazinen: Vorbehaltlich der Zustimmung der Kartellbehörden übernimmt die Mediengruppe Klambt zum 1. Januar 2013 das Wochenmagazin „In" komplett. Der frühere Klambt-Titel war in den vergangenen Jahren in einem Joint Venture mit G+J (50,1 Prozent) erschienen - nun kaufen die Gründer die im Jahr 2008 an G+J abgegebenen Anteile vollständig zurück. Auch die Vermarktung soll zu Klambt zurückwandern.

Grund für den Deal sei eine „neue strategische Ausrichtung der Peoplemagazine" bei Klambt, teilen beide Verlage mit. Im Sommer bereits hatte Klambt bei seinem Klatschheft „OK" den Joint-Venture-Partner Northern & Shell (bis dato 50 Prozent) herausgekauft. Beiden Titeln, "OK" (wurde bisher schon von Klambt vermarktet) und jetzt „In", ist gemeinsam, dass sie im Leser- und Anzeigemarkt zu kämpfen haben; „OK" noch mehr als „In", das immerhin volatile Abverkäufe vorweisen kann. Möglichweise erhofft sich Klambt durch neue Kombinationen einen Schub in der Vermarktung. Und G+J ist eben verkaufsbereit - auch das wird seine Gründe haben. „Wir sind sicher, dass wir damit die richtigen Weichen für die Zukunft unserer People-Marken ,In‘ und ,OK‘ stellen", sagt „In"-Geschäftsführer Kay Labinsky.

Das Joint Venture von G+J (50,1 Prozent) und Klambt beim People- und Modemagazin „Grazia" bleibt bestehen; hier liegt die Vermarktung auch weiterhin bei G+J Media Sales. rp

Meist gelesen
stats