G+J steigt angeblich aus Bieterrennen um Reed Elsevier aus

Mittwoch, 24. September 2008
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Gruner + Jahr (G+J) will offenbar nicht mehr für die Fachmagazinsparte des britisch-niederländischen Medienkonzerns Reed Elsevier bieten. Dies berichtet Manager-Magazin.de unter Berufung auf Verhandlungskreise. Als Grund für den Rückzug werden Umsatzeinbrüche im Anzeigengeschäft bei Reed Elsevier genannt, die, wie HORIZONT.net ergänzend aus Verlagskreisen erfuhr, nicht mehr zum aufgerufenen Kaufpreis passten. Ein G+J-Sprecher wollte die Meldung und die Information nicht kommentieren.

Vor vier Wochen war bekannt geworden, dass sich G+J für den Fachverlag Reed Business Information mit seinen rund 400 Titeln ("Variety", "Farmers Weekly", "New Scientist"), Nachschlagewerken, Newslettern undrund 200 Internetportalen interessiert. In Deutschland vertreibt Reed Elsevier unter anderen die Fachzeitschriften "Ärztliche Praxis" und "Digital Production". Die Höhe des G+J-Gebots war nicht bekannt.

Die britische Zeitung "Daily Telegraph" hatte berichtet, in der ersten Runde seien zwölf Gebote für die Fachzeitschriften eingegangen, die einem Wert von umgerechnet rund 1,3 bis 1,6 Milliarden Euro entsprachen. Unter den Bietern waren Medienberichten zufolge der US-Verlag McGraw-Hill und verschiedene Finanzinvestoren. Reed Elsevier hatte im Februar beschlossen, sich von den - bis dato -lukrativen Branchenblättern zu trennen, um sich unabhängiger von den schwankenden Anzeigeneinnahmen zu machen. rp



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