G+J stampft "Season" ein

Donnerstag, 23. August 2012
Für "Season" ist nach der vierten Ausgabe Schluss
Für "Season" ist nach der vierten Ausgabe Schluss

Im Juni hatte Gruner + Jahr noch kräftig in "Season" investiert. Immerhin 550.000 Euro steckte das Hamburger Verlagshaus in eine Werbekampagne, um den im Februar gestarteten Frauentitel zu pushen. Doch jetzt ist Schluss. Wie G+J bekannt gibt, wird "Season" mit sofortiger Wirkung eingestellt. Laut Gruner + Jahr war die gestern erschienene Ausgabe von "Season" auch gleichzeitig die letzte. Das zweimonatlich erscheinende Magazin, mit dem das Verlagshaus weibliche Leser zwischen 29 und 49 Jahren ansprechen wollte, "konnte sich im äußert schwierigen Markt der Frauenzeitschriften nicht durchsetzen", begründet das Verlagshaus den Schritt via Pressemitteilung. Eine tragfähige wirtschaftliche Perspektive habe es für den Titel, von dem insgesamt nur vier Ausgaben erschienen sind, nicht gegeben.

"Die Einstellung ist das Ergebnis einer notwendigen wirtschaftlichen Überprüfung“, begründet Felix Friedlaender, Verlagsleiter Brigitte-Gruppe und Season. Dem Vernehmen nach gestaltete sich vor allem die Anzeigenvermarktung schwierig. Offenbar waren nicht genügend Kunden bereit, die 14.900 Euro zu zahlen, die Gruner + Jahr für eine 1/1 Anzeige 4c in "Season" aufrief. Auch am Kiosk blieb das 3 Euro teure "Season" hinter den Erwartungen zurück. Von der ersten Ausgabe des Heftes, die in einer Druckauflage von 350.000 Stück erschienen war, wurden laut Verlag 121.000 Exemplare verkauft. Dazu, wie sich die weiteren Ausgaben am Kiosk schlugen, gibt G+J keine Zahlen heraus.

Bei G+J wird im Zuge der Einstellung von "Season" eine Mitarbeiterin ihren Job verlieren. Ob weitere Jobs beim Publishing-Dienstleister Storyboard wegfallen, ist unklar. Die Münchner Firma hatte "Season" im Rahmen eines Produzentenmodells entwickelt. Marke, Domains und Rechte an "Season" gehen nun nun wieder auf Storyboard über. mas
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