G+J sieht noch Platz im jungen People-Markt

Donnerstag, 02. Oktober 2008
Volker Breid: "Junge Frauen sind experimentierfreudig"
Volker Breid: "Junge Frauen sind experimentierfreudig"
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Bei Gruner + Jahr denkt man offenbar über die Gründung weiterer Frauen- und Wellness-Titel nach. Dabei könnten Joint-Ventures wie im Falle von "In" ein Zukunftsmodell sein. "Ich bin nicht sicher, ob im Bereich junger People- und Fashion-Magazine auch nach unserem Einstieg bei ,In‘ schon das letzte Wort gesprochen ist", sagt Volker Breid, Geschäftsführer der G+J-Verlagsgruppe Frauen/Familie/People, im HORIZONT-Interview. Damit deutet Breid Begehrlichkeiten in einem Segment an, in dem etwa bereits Burda mit „Instyle", Bauer mit „Life & Style" und Klambt mit „OK" unterwegs sind. „Das Schöne am Medienkonsum junger Frauen ist ja, dass sie sehr experimentierfreudig sind", sagt Breid. Obwohl es für Verlage immer schwieriger werde, sich mit neuen Titeln klar zu differenzieren, könne man immer noch etwas bewegen. Über „OK", den Titel seines „In"-Joint-Venture-Partners Klambt, äußert sich Breid eher verhalten: „Ich habe den Eindruck, dass der Titel erst so langsam anfängt, seine Position im Markt zu finden."

Dass sich G+J wie bei „In" an einzelnen Erfolgstiteln mehrheitlich beteiligt, um diese schnell vermarkten und in der Bilanz konsolidieren zu können, kann sich Breid als Zukunftsmodell „auch in anderen Fällen vorstellen" - wenn der Partner passt. Derweil erkennt er auch im Gesundheits- und Wellness-Segment neben dem eigenen Titel „Healthy Living" noch Potenzial: „Ich sehe im Bereich Wohlbefinden und Fitness weitere Möglichkeiten". Ein Konzept habe man aber noch nicht in der Schublade. rp

Das Interview mit Volker Breid lesen Sie in der HORIZONT-Ausgabe 40/2008, die am Donnerstag, 2. Oktober, erscheint.
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