G+J bietet um Fachzeitschriften von Reed Elsevier mit

Donnerstag, 21. August 2008
Das Verlagshaus will damit eine Lücke im Portfolio schließen
Das Verlagshaus will damit eine Lücke im Portfolio schließen

Gruner + Jahr (G+J) hat Interesse an der B-to-B-Sparte der zum Verkauf stehenden Fachzeitschriften-Sparte Reed Business Information des niederländisch-britischen Verlagskonzerns Reed Elsevier. G+J-Sprecher Andreas Knaut sagte gegenüber Horizont: "Wir beteiligen uns am Bieterverfahren" und bestätigte damit einen Bericht der "SZ". Der Konzern, in dem unter anderem Magazine wie New Scientist", "Variety", "Publishers Weekly" und "Farmers Weekly" erscheinen, hat eine zweite Bieterrunde angesetzt - die Gebote sind nicht bindend. Zu den Kaufinteressenten gehören der US-Verlag McGraw-Hill, die europäischen Private-Equity-Firmen Candover und Cinven, die gemeinsam aufträten, die amerikanischen Finanzinvestoren TPG, Bain Capital und Providence Equity Partners sowie ein Bündnis von Quadrangle und Advent, meldet die Nachrichtenagentur Reuters. Mit einer Abschlussrunde ist Anfang Oktober zu rechnen.

Reed Elsevier hatte im Februar bekannt gegeben, sich von den B-to-B-Medien zu trennen, um sich unabhängiger vom schwankenden Anzeigengeschäft zu machen.

Für G+J könnte das Kaufangebot wirtschaftlich interessant sein, nicht zuletzt um eine Lücke im Portfolio zu schließen: Vor fünf Jahren hatte Bertelsmann, zu dem G+J gehört, seine Fachverlagsgruppe Springer an die Private-Equity-Firmen Cinven und Candover verkauft. Die weltweit aufgestellte B-to-B-Sparte, die bereits einen Großteil ihres Umsatzes Online erwirtschaftet, dürfte ein attraktives Wachstumsfeld für G+J sein. se
Meist gelesen
stats