G+J-Wirtschaftsmedien: Betriebsrat akzeptiert Sozialplan

Montag, 25. Februar 2013
Gruner + Jahr hat sich mit dem Betriebsrat geeinigt
Gruner + Jahr hat sich mit dem Betriebsrat geeinigt


Gruner + Jahr hat sich mit dem Betriebsrat der G+J Wirtschaftsmedien auf einen Sozialplan geeinigt. Dabei haben die Arbeitnehmervertreter das Angebot des Verlags von einem halben Monatsgehalt pro Beschäftigungsjahr und einem weiteren halben Monatsgehalt pro Beschäftigungsjahr bei Klageverzicht akzeptiert. Außerdem wird ein Härtefallfond mit einem Volumen von 4 Millionen Euro und eine Transfergesellschaft für die betroffenen Mitarbeiter eingerichtet.
Die am Montagnachmittag von Gruner + Jahr bekannt gegebene Einigung erfolgte bereits am Samstag bei direkten Verhandlungen. Das bereits eingeleitete Schiedsverfahren hat sich damit erübrigt. Die gekündigten Mitarbeiter erhalten insgesamt ein Monatsgehalt pro Beschäftigungsjahr, wenn sie auf eine Kündigungsschutzklage gegen Gruner + Jahr verzichten. Außerdem soll eine Transfergesellschaft die Folgen des Arbeitsplatzverlustes abfedern. Diese soll interessierte Mitarbeiter weiterqualifizieren und ihnen die Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt erleichtern. Die Transfergesellschaft soll zehn Monate bestehen, eine Verlängerung um zwei weitere Monate ist möglich.

Außerdem wird Gruner + Jahr einen Härtefonds mit einem Volumen von 4 Millionen Euro einrichten. Die Mittel sollen Mitarbeitern zugute kommen, die beispielsweise aufgrund von Unterhaltspflichten, einer schweren Behinderung oder der generell schwierigen Arbeitsmarktsituation durch die Kündigung in eine besonders schwierige Lage geraten. Die Verteilung der Mittel legt eine von Verlag und Betriebsrat paritätisch besetzte Kommission fest.

"Der nun vorliegende Sozialplan ist in Verbindung mit dem ausgehandelten Härtefonds und der Transfergesellschaft, wie im November versprochen, eine faire und angemessene Lösung, um die Härten aus dem Arbeitsplatzverlust abzufedern", sagt G+J-Finanzchef Achim Twardy.

"Ich freue mich, dass es uns gelungen ist, so schnell eine gute Einigung zu erzielen. Mit dieser Vereinbarung lebt Gruner + Jahr seine Verantwortung gegenüber den betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern", ergänzt G+J-Vorstand Julia Jäkel: "Besonders möchte ich mich bei den Arbeitnehmervertretern für die in der Sache robusten, aber in Umgang und Stil fairen und konstruktiven Verhandlungen bedanken."

Die gekündigten Mitarbeiter der G+J-Wirtschaftsmedien hatten ursprünglich zwei Monatsgehälter und einen festen Sockelbetrag gefordert. Die Verhandlungen waren zunächst gescheitert. Einige Mitarbeiter hatten daraufhin Klage vor dem Arbeitsgericht Hamburg eingereicht. dh
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