G+J-Vorstand Bernd Buchholz: Umbau ist "keine Controller-Lösung"

Freitag, 21. November 2008
Bernd Buchholz: "Wir müssen Journalismus finanzierbar machen"
Bernd Buchholz: "Wir müssen Journalismus finanzierbar machen"

Am Tag nach dem "Schwarzen Mittwoch" bei Gruner + Jahr verteidigt G+J-Vorstand Bernd Buchholz erstmals öffentlich die radikalen Sparmaßnahmen bei der Wirtschaftspresse, die Entlassungen und die Einstellung von "Park Avenue". Auf den Vorwurf der "SZ", mit der Etablierung einer Zentralredaktion für "FTD", "Impulse" und "Capital" Controllern nachzugeben, antwortet Buchholz: „Stimmt nicht, das ist keine Controller-Lösung, das ist eine Lösung von Journalisten. Gebaut hat das Modell im Wesentlichen Steffen Klusmann. Da lass ich jetzt auch nicht die Expertise unserer Chefredakteure von anderen Journalisten infrage stellen. Wir sagen: Jawohl, wir kriegen das Modell mit Erhalt von Qualität hin. Wir haben eine Menge guter Leute, und wir brauchen weitere gute Leute." Die Einstellung von "Park Avenue" sei aus wirtschaftlichen Gründen notwendig geworden, auch wenn die Redaktion "zuletzt ein super Blatt" gemacht habe. Buchholz: "Ich stand vor der Redaktion und habe gesagt: Ich kann euch das Thema nur schwer erklären, denn ihr macht wirklich gute journalistische Arbeit. Aber die verlegerische Aufgabe heißt: Wir müssen diese Form von Journalismus finanzierbar machen." vs
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