G+J: Julia Jäkel entwickelt Kochmagazin für Männer / Kundenmedien sollen wachsen

Donnerstag, 23. April 2009
Will mit neuem Titel im Männersegment angreifen: Julia Jäkel
Will mit neuem Titel im Männersegment angreifen: Julia Jäkel

Das Eltern-Lifestyleheft „Nido“, das in der vergangenen Woche erstmals erschienen ist, wird möglicherweise nicht der einzige Launch von Gruner + Jahr in 2009 bleiben. Auch das Männerkochmagazin mit dem Arbeitstitel „Beef“ könnte bereits in den kommenden acht Monaten auf den Markt kommen. „Wenn alles gut läuft, erscheint Ende des Jahres die erste Ausgabe“, sagt Julia Jäkel, Geschäftsführerin der G+J-Verlagsgruppe Exclusive & Living, im Interview mit HORIZONT. Noch nicht geklärt sind allerdings die Namensrechte: HORIZONT gibt zusammen mit dem ADC das Kreativmagazin "beef", heraus, das jetzt auch online gegangen ist.  Jäkels Team entwickelt das Projekt zur Marktreife – erfunden wurde es indes von „Healthy Living“-Chefredakteur Jan Spielhagen und seiner Truppe aus der Verlagsgruppe Frauen/Familie/People im Rahmen eines G+J-Wettbewerbs. Warum diese Heftidee nicht ihrer Food-Sparte entsprang, erklärt Jäkel im exklusiven HORIZONT-Interview.

In ihrer fusionierten Verlagsgruppe („Essen & Trinken“, „Schöner Wohnen“, „Living at Home“, „Dogs“, Chefkoch.de, „National Geographic“, G+J Corporate Media) erwartet Jäkel Anzeigenumsätze unter Vorjahresniveau, aber „durch Copypreiserhöhungen und beständige Auflagen stabile bis steigende Vertriebsumsätze“. Im ersten Interview als Geschäftsführerin erklärt Jäkel ihre Pläne: das Profil von „Dogs“ als hochwertiges Lifestyle-Magazin soll geschärft, „Essen & Trinken“ redaktionell verändert und in „Häuser“ Einrichtungsthemen eingebaut werden. Mit der ARD spricht sie über eine Kooperation von „Essen & Trinken für jeden Tag“ mit Tim Mälzers neuer TV-Show, und das Portal Livingathome.de wird um die Bereiche Lebensart/Reise, Lifestyle und Home-Entertainment erweitert.

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Warum Julia Jäkel an ein Leben nach der Krise glaubt, warum sie das Lamentieren leid ist und was sie vom Konkurrenzheft „Landlust" hält, lesen Sie in der HORIZONT-Ausgabe 17/2009, die am Donnerstag dieser Woche erscheint.

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Als Hoffnungsanker für künftiges Wachstum gilt nun der Bereich Corporate Publishing (CP); in den Jahren zuvor waren die Kundenmagazine G+J kaum eine Erwähnung wert gewesen. Derzeit trägt G+J Corporate Media zu über einem Viertel zum Umsatz der Gruppe Exclusive & Living bei. „Was die Wachstumspotenziale angeht, habe ich eine erhebliche Phantasie“, sagt Jäkel. Wie sie ihre CP-Phantasie Wirklichkeit werden lassen und dabei ihre Publikumstitel nutzen will, ohne diese zu kannibalisieren, erklärt Jäkel im HORIZONT-Interview. rp



Ein Exklusiv-Interview mit Julia Jäkel, in dem sie zu den Online-Plänen Stellung nimmt, finden Sie auf der nachfolgenden Seite.

"Unsere Sites lernen voneinander"

Will mit neuem Titel im Männersegment angreifen: Julia Jäkel
Will mit neuem Titel im Männersegment angreifen: Julia Jäkel
"Essen & Trinken" und "Schöner Wohnen" haben jetzt ihren eigenen Onlineauftritt. Was fehlt seitdem der früheren Gemeinschaftssite "Living at home"?

Julia Jäkel:
Wir spüren beim Traffic von Livingathome.de noch keine Einbußen, aber wir haben dies im Kalkül. Daher erweitern wir das Portal um die Bereiche Lebensart mit Reise, Lifestyle und Home-Entertainment. Zudem ist Livingathome.de schon lange profitabel, wenn auch nicht in den Dimensionen von Chefkoch.de.

Zeigt das Beispiel Chefkoch.de, dass Communities sehr wohl vermarktbar sind? Hier kommen zwei Dinge zusammen: thematischer Fokus und Größe. Chefkoch.de ist einerseits eine Special-Interest-Plattform - und gleichzeitig gigantisch groß, die größte in Deutschland. Und Europas größte Koch-Community.



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Nimmt Chefkoch.de Ihrer Stammsite Essen-und-trinken.de damit nicht die Butter vom Brot? Wir achten darauf, dass dies nicht geschieht. Beide Sites lernen voneinander, bleiben aber in ihrem Markenauftritt strikt getrennt - vor allem durch die Art ihrer Angebote. Chefkoch.de hat die meisten Rezepte, Essen-und-trinken.de die besten - weil redaktionell entwickelt. Insgesamt kommen Werbungtreibende an unseren Food-Onlineangeboten, die über 80 Prozent des Marktes abdecken, nicht leicht vorbei.

Chefkoch.de erreicht 3,7 Millionen User. Liegt es da für ein Zeitschriftenhaus wie G+J nicht nahe, ein begleitendes Print-Magazin herauszubringen? Das haben wir immer mal wieder überlegt, verfolgen diese Idee derzeit aber nicht weiter. Interview: Roland Pimpl
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