G+J EMS startet mobiles Performance-Netzwerk

Donnerstag, 10. Februar 2011
Das Mobile-Performance-Netzwerk hört auf den Namen Optimobile
Das Mobile-Performance-Netzwerk hört auf den Namen Optimobile


Mobilmachung: Gruner + Jahrs Digitalvermarkter Electronic Media Sales (EMS) will Googles mobiler Werbeplattform Admob, Apples Netzwerk iAd und anderen das Geschäft mit Performance-basierter mobiler Werbung nicht mehr allein überlassen und steigt in diesen Wachstumsmarkt ein. Dafür baut G+J EMS unter dem Namen "Optimobile" ein Mobile-Performance-Netzwerk auf, das entsprechende Kampagnen aussteuern soll. Softwarepartner ist der US-Anbieter Mojiva mit seiner White-Label-Plattform "M Ocean".
Das Netzwerk besteht aus den mobilen Sites und Apps, die von der Mobile Unit von G+J EMS vermarktet werden, sowie aus Zweitvermarktungsinventar von Partnern. Hiermit erreicht G+J EMS laut Agof Mobile Facts 2010 schon jetzt rund 7 Millionen Unique Mobile User, das sind gut zwei Drittel aller mobilen Nutzer in Deutschland. Somit gelten die Hamburger als größter Mobile-Vermarkter im Lande. In den kommenden Monaten soll durch weitere Inventarpartner und Sites noch mehr Reichweite hinzukommen.

Durch die Öffnung seines Mobile-Netzes nun auch für Performance-Kampagnen sieht sich G+J EMS auch als reichweitenstärkste Mobile-Performance-Plattform im Premium-Segment in Deutschland. Mit dem Zusatz „Premium" will sich G+J EMS vor allem vom Reichweiten-Riesen Google absetzen. Dessen Plattform Admob fischt im mobilen Performance-Geschäft auch in untersten Preissegmenten - die Apples iAd und jetzt auch Optimobile durch Mindestpreise gar nicht erst bearbeiten wollen. Als eine Art Restplatz-Verwerter („Yield Optimizer") bietet sich die G+J-Unit auch Apple als Partner an.

Der Vorstoß ins mobile Performance-Segment - abgerechnet wird nach Cost-per-Click oder Cost-per-Lead - für bis dato unvermarktetes Restinventar ist für G+J EMS ein neuer Schritt, hat man sich hier doch bisher auf Imagekampagnen beschränkt. Ins stationäre Performance-Geschäft war G+J bereits mit den Akquisitionen von Ligatus (2008) und Adyard (2010) eingestiegen. Mittelfristig plant Oliver von Wersch, Leiter Mobile bei G+J EMS, mit Optimobile auch die Expansion in weitere europäische Länder. Bislang erzielt G+J über 20 Prozent seiner gesamten Werbeerlöse aus dem Digitalen (G+J EMS, Ligatus, Adyard), davon rund 13 Prozent aus dem Bereich Mobile. rp
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