G-8-Gipfel dominiert die Agenda von Medien und Agenturen

Freitag, 01. Juni 2007

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus - so auch der G-8-Gipfel in Heiligendamm. Bereits eine Woche vor Beginn steht das Thema ganz oben auf der Medienagenda. Mit Sonderausgaben, Themenspecials und prominenter Schützenhilfe wollen Zeitungsmacher bei den Lesern punkten. Die "Bild"-Zeitung hat sich beispielsweise den irischen Sänger und Afrika-Aktivisten Bob Geldof ins Boot geholt. Für die heutige Ausgabe hat er den Posten von Chefredakteur Kai Diekmann übernommen und das Springer-Blatt nahezu komplett dem Thema Armut in Afrika gewidmet. Auch die "Frankfurter Rundschau" beschäftigt sich heute auf ihren 56 Seiten mit den Hoffnungen und Problemen des schwarzen Kontinents. Hier kommen Prominente wie Bundespräsident Horst Köhler sowie die Rockstar Bono und Herbert Grönemeyer zu Wort. Anlässlich des G-8-Gipfels ist außerdem die aktuelle Ausgabe des Condé-Nast-Titels "Vanity Fair" mit acht unterschiedlichen Titelblättern auf dem Markt. Sie zeigen Porträts von berühmten Persönlichkeiten, die sich für die weltweite Kampagne "Global Call to Action Against Poverty" einsetzen.

Im Fernsehen ist das Gipfeltreffen ebenfalls Thema Nummer 1. Mit besonderen Aktionen werben die Sender um die Zuschauergunst. Das ZDF richtet beispielsweise im Ostseebad Kühlungsborn ein gläsernes Studio mit 380 Mitarbeitern ein. Der Nachrichtensender N24 überträgt das 24-stündige Benefiz-Konzert zum Klimaschutz "Live Earth" am 7. Juli.

Ebenso ist das Thema in der Werbung präsent: So hat Y&R in Frankfurt hat für Oxfam Deutschland eine Kampagne entwickelt, die sich an die in Heiligendamm versammelten Politiker wendet. Unter dem Motto "G8 - Die Welt kann nicht warten" erinnern Anzeigen, Plakate, Virals und Online-Maßnahmen die politisch Verantwortlichen an die Einhaltung ihrer Versprechen zur Durchsetzung der Millenniumziele - bis 2015 die weltweite Armut deutlich zu reduzieren. Für den begleitenden TV-Spot hat die deutsche Band "Die Ärzte" ihren Song "Deine Schuld" zur Verfügung gestellt. Die mediale Steuerung der Kampagne übernimmt TKM Starcom in Frankfurt. Die Hilfs- und Entwicklungsorganisation Oxfam arbeitet mit mehr als 3000 Partnerorganisation in rund 100 Ländern zusammen.

Auch "Vanity Fair" macht in Radio, TV, Print, Plakat und Online - auf seine Aktion aufmerksam. Die von Römer Wildberger kreierte Kampagne beinhaltet laut Condé Nast die "umfangreichsten Werbemaßnahmen seit Einführung des Titels" (Media: Mediaedge, Düsseldorf und OMD, Hamburg).

Im Internet macht Elephant Seven mobil. Gemeinsam mit dem Initiator Verband Entwicklungspolitik und weiteren Unterstützern ruft die Berliner Multimedia-Agentur dazu auf, auf der Site www.millennium-spot.org Fotos oder Videos hochzuladen und so den bekannten Kino- und TV-Spot, in dem Prominente wie Herbert Grönemeyer und Geroge Clooney mit einem Fingerschnipsen auf sterbende Kinder aufmerksam machen, ´fortzuführen. Zu der Aktion gehört auch ein Blog. Das hochgeladene Videomaterial wird mit den bestehenden Sequenzen der Prominenten automatisch zusammengeschnitten und bei einer Aktion gegen den G-8-Gipfel eingesetzt. bn/si/stu
Meist gelesen
stats