Fußball-WM: TV bleibt Leitmedium, Jüngere informieren sich auch im Netz

Dienstag, 20. Juli 2010
Der Vermarkter hat 1500 Personen zur Mediennutzung bei der WM befragt
Der Vermarkter hat 1500 Personen zur Mediennutzung bei der WM befragt

Das Internet hat den klassischen Übertragungswegen Fernsehen und Radio bei der Fußball-Weltmeisterschaft kräftig Konkurrenz gemacht. Der Rundfunk ist bei Großereignissen aber immer noch das Informationsmedium Nummer 1. Das geht aus einer Umfrage im Auftrag des Vermarkters ARD -Werbung Sales & Services hervor. Demnach lag die Gesamtnettoreichweite der Live-Berichterstattung von der Fußball-WM bei 93,2 Prozent beziehungsweise 68,5 Millionen Zuschauern. Bei den jüngeren Zielgruppen erreicht die TV-Berichterstattung zwar ebenfalls hohe Werte, bleibt aber hinter den Spitzenwerten im Gesamtpublikum zurück. So verfolgten 67,3 Prozent der 14- bis 29-Jährigen und 55,3 Prozent der 30- bis 49-Jährigen die WM im Fernsehen.

Im Internet informierten sich 28,8 Prozent der 14-29 Jährigen und 19,1 Prozent der 30-49 Jährigen. Im Radio verfolgten insgesamt 50,5 Millionen Bürger Berichte oder Live-Übertragungen (75,4 Prozent). "Die klassischen Medien erweisen sich trotz der
zunehmenden Medienkonvergenz als überaus robust", sagt AS&S-Geschäftsführerin Elke Schneiderbanger. "TV und Radio sind für junge Zielgruppen bei Events wie einer Fußball-Weltmeisterschaft die Medien, bei denen das Lagerfeuer-Gefühl gesucht und gefunden wird."

Sehr beliebt war auch wieder das öffentliche Rudelgucken: 23 Prozent der Befragten sahen mindestens ein WM-Spiel beim Public Viewing. Beim Spiel Deutschland gegen England zog es die meisten Zuschauer ins Freie: 9 Millionen sahen das Spiel an öffentlichen Schauplätzen, weitere 5,4 Millionen in Gaststätten oder Kneipen.

Auch im Internet hat die Weltmeisterschaft ARD und ZDF Rekordzugriffe beschert. Die ZDF Mediathek verzeichnete während der Weltmeisterschaft insgesamt 37,7 Millionen Zugriffe. Die ARD hat keine Zugriffszahlen für ihre Mediathek veröffentlicht. Der federführende Südwestrundfunk teilt auf Anfrage mit, man habe die Auswertung der Zugriffszahlen für die WM bisher noch nicht abgeschlossen. dh
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