Fußball-WM: Immer mehr Zuschauer schauen außer Haus

Freitag, 02. Juli 2010
Public Viewing bei der WM 2006 (Foto: WDR/Fulvio Zanettini)
Public Viewing bei der WM 2006 (Foto: WDR/Fulvio Zanettini)

Public Viewing erfreut sich weiter steigender Beliebtheit: Immer mehr Zuschauer verfolgen die Spiele der Fußball-WM nicht in den eigenen vier Wänden. Die tatsächlichen Zuschauerzahlen liegen dadurch zum Teil weit über den offiziellen Zahlen der AGF/GfK. Die Zuschauer, die Spiele auf öffentlichen Plätzen oder in der Kneipe sehen, können nicht erfasst werden. So schalteten beim Achtelfinale Deutschland gegen England 23,93 Millionen Zuschauer den Fernseher ein, weitere 14,32 Millionen sahen das Spiel jedoch auf Public-Viewing-Events wie auf Deutschlands größter Fanmeile am Brandenburger Tor. Die Werte stammen von der ZDF Medienforschung, die diese gemeinsam mit Mindline Media erhoben hat. Demnach lagen die Zuschauerzahlen inklusive Public Viewing bei Spielen mit deutscher Beteiligung in etwa um die Hälfte über den von AGF/GfK gemessenen Werten. Auch wenn die hohen Reichweiten vor allem bei Deutschland-Spielen zustande kommen, schaffen es auch andere Partien viele Zuschauer in der Öffentlichkeit zu versammeln. Das Achtelfinale USA gegen Ghana kam zum Beispiel auf 4,34 Millionen Zuschauer, die Vorrunde Portugal gegen Brasilien auf 3,88 Millionen.

AGF und GfK hatten das Panel 2009 erst um die Gästenutzung erweitert, die misst, wie viele Zuschauer tatsächlich vor dem heimischen Fernseher sitzen. Konkrete Zeitpläne für die Erfassung von Public Viewing, das gerade bei großen Sportereignissen erhebliche Zuschauerzahlen auf öffentliche Plätze lockt, gibt es nicht. pap
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